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Selke in Leipzig - Chance & Risiko

Geschrieben von Kevin Leyk am . Veröffentlicht in Startschuss-News

Der anstehende Sommer-Wechsel von Bremens Davie Selke zu RB Leipzig sorgt ligaweit für großes Aufsehen. Während der Abgang des Youngster für Werder trotz freiwerdender finanzieller Ressourcen aus sportlicher Sicht ein Rückschlag ist, öffnen sich für die Sachsen neue Möglichkeiten.

Vor wenigen Wochen analysierte Toorschuss.de Selkes Leistung gegen Bayer 04 Leverkusen, stellte ihm trotz diverser Integrationsprobleme ein solides Arbeitszeugnis aus. Selke ist ein überaus guter Antizipationsstürmer mit hohen Fähigkeiten als Prallspieler, ist sehr dynamisch in seinen Aktionen und potenziell torgefährlich. Situativ ist er sogar darum bemüht, durch Abkippen bessere Anbindung zu schaffen, wenngleich derartige Bewegungen im Allgemeinen noch etwas unausgereift und zaghaft sind. Deutlich wurde, dass Selke noch Probleme hat, konstant am Kombinationsspiel teilzunehmen, das spielerische Niveau im Team durch passende Integration ins Kurzpassspiel zu stärken.

Die im Winter getätigten Transfers von RB deuteten allesamt darauf hin, dass man das technische Potenzial des Kaders aufwerten wollte, um die Defizite im kreativen Bereich zu beheben. Zwar resultierten diese zwar zuvor bereits primär aus der Kick&Rush-ähnlichen Spielanlage, durch welche das Mittelfeld oftmals gänzlich überspielt wurde und dem vermeintlichen Kreativpersonal dementsprechend gar nicht die Möglichkeiten gab, sich effektiv zu integrieren. Meist lautete das Motto plump ausgedrückt "Lang und weit auf Stürmer Poulsen", um mit dessen Präsenz in der Luft die Bälle entweder zu behaupten oder auf die zweiten Bälle zu gehen.

Potenziell sollte Selke in der Lage sein, eine ähnliche Rolle einzunehmen, wenngleich man ihn dadurch vermutlich etwas in seinen Primärfähigkeiten beschneiden würde. Selke ist vor allem dann stark, wenn er mit Tempo Richtung Sechzehner ziehen, den notwendigen Raum hat und anschließend abschließen kann. Seine in Bremen existenten Ausweichbewegungen auf den Flügel sind eher als systematische Kompensation der hohen personellen Zentrumslastigkeit zu bewerten denn als Mittel, seine Fähigkeiten zur Geltung zu bringen.

Letztlich kann Selke für Leizpig zweifelsfrei eine große Verstärkung darstellen, sofern man durch eine angepasste Spielweise für eine ideale Bedienung des Junioren-Nationalspielers sorgt. In der Theorie sind Forsberg, Damari, Kaiser & Co. durchaus in der Lage, den 20-Jährigen über individuelle oder kombinative Aktionen in Szene zu setzen, sind aktuell aber noch etwas formschwach oder haben selbst wie angesprochen Probleme eingebunden zu werden.

Gewissermaßen ist Selke also auch von seinen Mitspielern und seinem dann neuen Trainer abhängig. Der absolute Heilsbringer wird er ohne strategische Optimierungen im Gesamtkonstrukt wohl kaum sein. Spannend dürfte sein, ob er gemeinsam mit Poulsen funktionieren würde. Ein solches Duo bietet sowohl Chancen als auch Risiken - auch die seriöse Beantwortung einer möglichen Funktionalität der beiden würde gewiss von dem System abhängen.

Selke ist folglich ohne Frage eine große Möglichkeit Leipzigs, das qualitative Niveau in der Startelf weiter zu verbessern. Man darf die taktische und strategische Weiterentwicklung allerdings keinesfalls vernachlässigen. Damit der neue Knipser in vorderster Front nicht in der Luft hängt, sondern die Roten Bullen in Liga Eins schießt.

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