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"The Interesting One" [Kolumne]

Veröffentlicht in Kolumnen

Nach "The Special One" haben "The Normal One" und "The New One" die großen Fußball-Bühnen (wieder-)betreten. Doch als wäre das nicht genug, treiben sich in der Bundesliga noch ein paar ganz andere "einzigartige" Persönlichkeiten herum.

Beginnen wir im Schwabenland. In den letzten Wochen war Alexander Zorniger in vielen Interviews "The Negative One" oder sogar "The Aggressive One". Das könnte sich mit dem Sieg gegen Ingolstadt geändert haben. Nach der Partie gab sich Zorniger ganz zahm. Sogar Timo Werners Luftküsse hätten "The Relieved One" am Sonntagabend nicht mehr auf die Palme bringen können.

Explosiver ist da schon die Stimmung in Köln. Peter Stöger ernannte den Schiedsrichter mit einer netten Geste kurzerhand zu "The Blind One". Währenddessen machte Ron-Robert Zieler Michael Frontzeck (mal wieder) zu "The Lucky One". Der 96-Coach gibt seinem Team - mit Ausnahme von Leon Andreasen - weiter kein ausgereiftes taktisches Handwerkszeug an die Hand, sammelt aber plötzlich Punkte.

Damit jagt er langsam aber sicher Schalkes Andre Breitenreiter, der seine Pole-Position bisher tapfer verteidigen konnte. Während die Liga damit also zwei "Lucky Ones" hat, könnte Horst Heldt schon in wenigen Tagen "The Workless One" werden. Eigentlich kurios, wenn man bedenkt, dass er im Sommer - wohl abgesehen vom etwas strittigen Draxler-Abgang - vieles richtig gemacht hat.

Doch auch an anderer Stelle läuft es nicht wirklich rund: "The Intensive One" gerät in Leverkusen zunehmend in die Kritik, Gisdol scheint bei der TSG mehr und mehr "The Anti-authoritarian One" zu werden. An der Weser entwickelt sich "The Hairless But Successful One" indes zum "The Hairless And Desperately One". Sogar Rücktrittsgedanken soll der Ukrainer schon haben. Dabei ist sein Fünferketten-Masterplan gegen die Bayern beinahe aufgegangen.

Anders als der der Adler gegen die Fohlen. Aber hatte Armin Veh überhaupt einen? Der Frankfurter ist auf dem besten Wege "The Planless One" zu werden. "The Flexible One" hat ihn mit einfachsten Mitteln ausgecoached. Eine sinnvolle In-Game-Reaktion? Fehlanzeige.

Was all diese mehr oder minder passenden Spitznamen eigentlich aussagen sollen? Während sich alles über die taktische und punktetechnische Dominanz der Bayern und dem ewigen Feind von "The Special One" beschwert, bietet die Liga Woche für Woche zahlreiche kleine Randgeschichten, die uns vielseitigen und interessanten Stoff liefern. Das wird bei all der Dauernörgelei gerne vergessen. Die Liga hat dermaßen unterschiedliche Typen mit den extremsten Sicht- und verhaltensweisen, dass sie wohl niemals langweilig werden wird. Auch wenn "The Critical Ones" gerne etwas anderes heraufbeschwören wollen: Die Bundesliga ist und bleibt "The Interesting One" und lebt von ihren spannenden Charakteren.

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