{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


Gelsdorf: Junge Trainer wählen oft den falschen Ansatz

Veröffentlicht in Kurznachrichten

Jürgen Gelsdorf, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Bayer 04 Leverkusen und Ex-Bundesliga-Trainer, hat sich im WZ-Interview zum Begriff "Konzepttrainer" geäußert: "Ja, ein ganz toller Begriff. Klingt ja ganz so, als hätten wir früher keinen Plan gehabt. Ist ja auch okay so; es gehört zum Geschäft, dass sich junge Trainer profilieren wollen. Haben wir damals auch gemacht – wir galten als die jungen Wilden. Aber wie manche der jungen Kollegen sich heute verrennen, verstehe ich nicht. Die haben eine bestimmte Art von Fußball im Kopf, wollen partout ihre Vorstellungen umsetzen. Sie tun so, als müsste die Mannschaft ihnen etwas geben, dabei ist es umgekehrt: Sie müssen das spielen lassen, was die Mannschaft kann und was die Situation erfordert. Das erinnert mich oft an den Arzt, der zum Patienten sagt: 'Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht helfen – ich kann nur Grippe.'" Zur technischen Entwicklung des Trainerjobs sagte Gelsdorf: "Ganz einfach: Wenn er sich auf den Verein, auf die Mannschaft und auf die Situation einstellt – egal wo. Trainerausbilder Frank Wormuth hat neulich mal gesagt, er würde Pep Guardiola gern mal in der Oberliga arbeiten sehen – das würde mich auch interessieren. Wenn ich sehe, welche Datenflut heute einem Trainer zur Verfügung steht, dann frage ich mich, wie wir das früher geschafft haben. Vieles davon hat seine Berechtigung, aber wenn es nur darum ginge, dann könnte doch fast jeder unseren Job machen. Dazu gehören Gespür, Erfahrung, Menschenkenntnis und eine Prise Glück. Und: Keiner kann den Fußball neu erfinden."

Amiri: "Nagelsmann stellt jede Woche um"

Veröffentlicht in Kurznachrichten

Nadiem Amiri, Spieler der TSG Hoffenheim hat sich nach dem 1:1 gegen Werder Bremen zur Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann geäußert: "Ich kenne Herrn Nagelsmann als mutigen Trainer, der immer viel mit den Spielern spricht und sie so auch weiterbringt. Das Umschalten war gegen Werder schon viel besser. Wir haben die Konter besser ausgespielt, nur der letzte Pass muss noch besser kommen. Es ist wieder ein neuer Reiz für jeden Spieler, auch eine andere Spielphilosophie, die Taktik war mutig, und wir hatten eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz." Grundsätzlich würde Nagelsmann die Spieler "sehr detailliert auf den nächsten Gegner vorbereiten. Wir haben Dinge, an denen wir uns orientieren können, aber er stellt jede Woche etwas um, um den Gegner dort zu treffen, wo er es nicht mag."

Hummels: "Stellen uns stärker auf den Gegner ein"

Veröffentlicht in Kurznachrichten

Dortmund-Profi Mats Hummels hat sich zur taktischen Entwicklung unter Thomas Tuchel geäußert: "Am Anfang haben wir versucht, so ein bisschen unser Ding durchzuziehen. Die Abläufe waren immer sehr ähnlich, was uns auch gut getan hat, weil wir unser Spiel in vielen Bereichen umstellen mussten. Klar: Wir haben mehr Ballbesitz, nutzen das Positionsspiel. Die Umstellung ist nicht einfach. Mittlerweile können wir uns aber stärker auf die Stärken und Schwächen unserer Gegner einstellen, auch im Spiel mal etwas verändern, wenn es nicht so funktioniert oder der Gegner doch anders spielt als geplant. Thomas Tuchel bereitet uns sehr, sehr akribisch auf jeden Gegner vor und vermittelt uns viele Lösungen, wie wir ihn schlagen können."

Völler: Können kein Ballbesitzfußball spielen

Veröffentlicht in Kurznachrichten

Rudi Völler hat sich im Interview mit Spiegel Online zu den taktischen Problemen von Bayer Leverkusen geäußert: "Unser Spiel besteht darin, dass wir den Gegner zu Fehlern zwingen, das ist in der vergangenen Saison besser gelaufen. [...] Letztes Jahr hieß es noch, wir seien zu wild. Jetzt wird uns vorgeworfen, wir seien gezähmt. Neu ist in dieser Saison, dass die Gegner sich besser auf unsere Spielweise eingestellt haben, immer mehr Teams stellen sich gegen uns hinten rein." Sich darauf einzustellen sei für Bayer jedoch schwierig:" Mit zwei solch herausragenden Mannschaften wie in München und Dortmund kann ich dann auch schon mal Ballbesitzfußball spielen."

Hinteregger: "Unser System braucht Zeit"

Veröffentlicht in Kurznachrichten

Martin Hinteregger, Neuzugang von Borussia Mönchengladbach, hat sich bei Bundesliga.de u.a. zur Taktik unter Andre Schubert geäußert: "Unser Spielstil ist ohne Frage offensiv ausgerichtet. Das ist, wie ich finde, auch gut so. Ich glaube nicht, dass wir taktisch zuletzt so viel falsch gemacht haben. Auf diesem Niveau entscheiden aber nun einmal Kleinigkeiten darüber, ob man vorne ein Tor schießt oder hinten eins kassiert. Daran, diese Kleinigkeiten in den Griff zu bekommen bzw. abzustellen, müssen wir weiter hart arbeiten." Dass dies Zeit in Anspruch nehme, verwundere ihn jedoch kaum: "Bei Red Bull kannten wir nur eine einzige Richtung: Nach vorne! Trotzdem hat die Abstimmung mit der Defensive gepasst. Bis das aber alles einwandfrei funktionierte, hat es ein bis anderthalb Jahre gedauert. Als wir das aber verinnerlicht hatten, waren über einen langen Zeitraum sehr erfolgreich. Berücksichtigt man nun, dass Borussia heute doch ein etwas anderes System spielt als unter Lucien Favre, sollte man uns diese Zeit auch geben. Borussias Siegesserie im Herbst hat doch gezeigt, wie erfolgreich man mit diesem System sein kann. Dass - wie aktuell - auch einmal schwächere Phasen kommen können, halte ich für ganz normal. Ich bin überzeugt, dass wir eine richtig gute Zeit haben werden, wenn jeder einzelne die Abläufe zu einhundert Prozent verinnerlicht hat."