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Hertha BSC vs. VfL Wolfsburg 1:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Hertha bleibt im Bundesliga-Jahr 2016 weiterhin sieglos. Die Berliner kamen am Samstag vor heimischem Publikum gegen Verfolger Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus, erobern damit aber zumindest vorübergehend Platz drei zurück. Die Wölfe bleiben währenddessen Achter und deutlich hinter den Erwartungen.

Die Gäste arbeiteten wie erwartet in einem klaren 4-4-2 gegen den Ball, das darauf ausgelegt war, die Hertha aus dem Zentrum fernzuhalten. Die beiden Stürmer bewegten sich überwiegend mittig, versuchten auf diese Weise Pässe auf die gegnerischen Sechser, Skjelbred und Lustenberger, zu verhindern. Im Mittelfeld nutzte der VfL außerdem wie gewohnt viele Mannorientierungen. Insgesamt war die Formation sehr eng angelegt, die Abstände zwischen den Sechsern und äußeren Mittelfeldspielern wurden konstant kurz gehalten. Dadurch sollten die Hausherren vermutlich früh auf die Seiten geleitet werden.

Wenn Wolfsburgs Stürmer die Innenverteidiger der Hauptstädter mal anliefen und die genannten Skjelbred bzw. Lustenberger sich aus ihrem Deckungsschatten befreien konnten, schoben Träsch und Gustavo meist auf sie auf, sodass sie dennoch nur schwer anspielbar waren. Die Folge war eine disziplinierte, unspektakuläre Anfangsphase ohne größere Torraumszenen bzw. gelungenen Aufbauaktionen der Hertha. Immerhin konnte die Ballzirkulation in der Tiefe größtenteils aufrechterhalten werden. Die Innenverteidiger bewegten sich gewohnt tief, Torwart Jarstein wurde zudem aktiv in das Aufbauspiel eingebunden. Vereinzelt ließen sich Wolfsburgs Stürmer mal aus ihren Positionen herauslocken, woraufhin die Berliner in die Mitte eindringen konnten. Das war aber eher die Ausnahme. Zumal die Folgestaffelungen der Dardai-Elf dann oftmals zu unsauber und zu wenig zusammenhängend wirkten, um tatsächlich den Übergang in die Angriffszone zu schaffen. Haraguchi oder Kalou rückten zwar regelmäßig ein, konnten aber kaum in einem passenden strategischen Kontext eingebunden werden.

Da die Hertha allerdings aus der (mannorientierten) 4-4-2-Staffelung heraus ihrerseits sehr gut in den Räumen stand, blieb die Partie zunächst ereignislos. Mitte der ersten Hälfte spielte Wolfsburg schließlich etwas herausrückender gegen den Ball, was wohl daran lag, dass man durch die sehr geduldige Ballzirkulation des Gegners kaum zu Eroberungen gekommen war. Im eigenen Ballbesitz gab es diverse Überladungsversuche, die aber weiter nicht den gewünschten Erfolg einbrachten. Insgesamt waren die Strukturen auch schlichtweg nicht gut genug, um die kompakten Berliner auszuhebeln. Die Abstände zwischen den Positionen schienen nicht immer ideal, dazu gesellten sich einzelne strategische Probleme.

In der zweiten Halbzeit war es schließlich einer der wenigen vielversprechenden Konter, der den VfL in Führung brachte. Schäfer verwandelte eine Hereingabe Vierinhas. Zuvor hatte Hecking taktisch umgestellt: Träsch besetzte statt dem Sechserraum nun die rechte Abwehrseite, dafür war Vierinha eine Position nach vorne gerutscht. Arnold, anfangs zweite Spitze, ging ins defensive Mittelfeld, Draxler vom Flügel auf dessen vorige Position.

Mit der Führung im Rücken fokussierte sich Wolfsburg natürlich weiterhin extrem auf das Verteidigen. Hertha griff nun früher und aktiver an. Nach einer Stunde glich Kalou schließlich infolge einer Flanke aus. Anschließend wurde das Spiel etwas hektischer und vertikaler, ohne, dass eine Mannschaft die Partie völlig an sich reißen konnte. Am Ende war die Punkteteilung wohl nicht unverdient, wenngleich Wolfsburg in der Endphase die etwas besseren Chancen hatte.

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