{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


B. M'Gladbach vs. 1. FC Köln 1:0 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Gladbach gewinnt das Derby! Die Fohlen setzten sich am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum mit 1:0 gegen Ortsrivale Köln durch. Während die Borussia damit Anschluss an die Champions-League-Ränge hält, bekommen die (leisen) europäischen Träume der Domstädter einen ordentlichen Dämpfer.

Nach dem unglücklichen Dreierkettenexperiment der Vorwoche kehrte Peter Stöger gegen Gladbach defensiv wie erwartet zum 4-4-2 zurück. Vom kompakten, raumorientierten Verteidigungsstil der vergangenen Saison war aber wenig zu sehen. Köln arbeitete mit vielen Mannorientierungen und einzelnen herausrückenden Bewegungen, die aber kaum einen positiven Effekt mit sich zogen. Im Gegenteil: Einerseits verließen regelmäßig einzelne Spieler ihre Position, andererseits wurde dabei nie sonderlich viel Druck auf den Ballführenden ausgeübt. Die Folge dessen war, dass Gladbach immer wieder offene Räume vorfand und diese beliebig besetzen und bespielen konnte. Schon nach acht Minuten traf Dahoud schließlich zur Führung. Gewissermaßen war das 1:0 symptomatisch für die Kölner Leistung in Hälfte eins: Eine eigentlich ordentliche Chance auf den Zugriff wurde verpasst, dazu gesellten sich anschließend gruppentaktische Probleme im Kettenverbund. Raffael brachte das Spielgerät gegen drei Domstädter ins Zentrum auf Dahoud, der aus mittiger Position erfolgreich abschloss.

Auch in der Folgephase war Gladbach überlegen, Köln fand kaum ins Spiel. Auf Fohlen-Seite fiel Xhaka im Spielaufbau häufiger in die Abwehr zurück, sodass eine Aufbaudreierkette inszeniert wurde, die beiden Innenverteidiger nach Außen schieben konnten. Die Überzahl gegen die Doppelspitze des FC genügte meist, um ins zweite Drittel einzudringen. Dort besetzten Stindl, Raffael, Hazard und Johnson flexibel die Räume. Das altbekannte Ziel: Das Erzeugen von ineinander greifenden Dreiecken und Rauten, Raumgewinn über Kurzpässe, idealerweise nach dem Prinzip "diagonal/vertikal, Ablage".

Köln versuchte sich indes mit langen Bällen in Richtung Zielspieler Modeste zu helfen, allerdings wirkte Gladbachs Endverteidigung deutlich souveräner als noch in der Vorwoche. Kleinere Inkompaktheiten im Fohlen-Defensivsystem konnte die Gäste-Elf nicht für sich nutzen. Deshalb reagierte Peter Stöger zur Pause. Jojic kam in die Partie, Osako blieb in der Kabine. Hector und Mladenovic beackerten fortan den linken Flügel. Damit einher ging eine Anpassung des Pressingsystems. Immer häufiger war Modeste hier nämlich nun die alleinige Spitze, das defensivtaktische 4-4-2 wurde aufgelöst, oft für ein 4-2-3-1 oder teilweise sogar ein 4-5-1/4-3-3. Stöger wollte auf diese Weise wohl die Kompaktheit im Mittelfeld verbessern. Später kam schließlich noch Youngster Hartel ins Spiel, der die Ballsicherheit im Mittelfeld steigern sollte. Mladenovic musste für ihn weichen, Hector rückte eine Position zurück. Und die Wechsel sollten fruchten. Köln besetzte die Mittelfeldräume besser, stellte sauberere Verbindungen her, während sich Gladbach in seinem 4-4-2 deutlich zurückdrängen ließ, teilweise in ein Abwehrpressing überging.

Auch deshalb probierte es der FC häufiger aus der Distanz, blieb aber erfolglos. Die Borussia spekulierte indes auf den spielentscheidenden Konter. Am Ende blieb es beim nicht unverdienten, wohl aber auch etwas glücklichen 1:0.

Zurück

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren