{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


Bayer Leverkusen vs. Borussia Dortmund (Vorbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Aktuell trennen beide Mannschaften 13 Punkte. Selbst im Falle eines Sieges würde Leverkusen also kaum die Aufholjagd in Richtung Dortmund aufnehmen. Allerdings könnte die Werkself ihre Chancen im Kampf um Platz drei dramatisch verbessern, Hertha wieder überholen. Für den BVB geht es eigentlich nur darum, Rang zwei sicher ins Ziel zu bringen.

Vereinfacht heruntergebrochen könnte man wohl behaupten, dass am Sonntagnachmittag eine Pressing- auf eine Ballbesitzmannschaft trifft. Tatsächlich wird sich Bayer darüber freuen, das Spiel, anders als in den überwiegenden Ligapartien, nicht über Ballbesitz kontrollieren zu müssen.

Unter der Wochen konnten beide Mannschaften in der Europa League überzeugen, nachdem es in der Liga zwar Siege, aber doch eher enttäuschende Leistungen gegeben hatte. Die vielleicht interessanteste Frage des Spiels dürfte sein, wie der BVB mit dem Pressing der Werkself zurechtkommen wird. Roger Schmidt wird seine Mannen sicherlich im bekannten 4-2-2-2 ins Rennen schicken und bereits den schwarzgelben Spielaufbau unter Druck setzen. Denkbar wäre, dass Leverkusen die Eröffnung dabei ähnlich wie Hannover am vergangenen Wochenende gezielt von Hummels weg- und stärker zum spielschwächeren Nebenmann hinleiten wird. Eine Schlüsselfrage der Partie könnte dabei werden, welche Intensität die Werkself nach der kräftezehrenden englischen Woche noch gehen kann. Schließlich leitet die Schmidt-Truppe ihre Gegner oft früh auf die Flügel, um sie dort dann mit hoher Spieleranzahl zu jagen. Die ballfernen Räume werden dabei teilweise bewusst völlig freigegeben. Bei unpassendem Zugriffsverhalten wird Dortmund sicherlich die Chance ergreifen, sich aus den Engen zu befreien und die offenen Zonen zu attackieren. Viel wird also davon abhängen, welche Kraftreserven Leverkusen besitzt. Gerade Kampl schießt doch mal aggressiv aus seiner Position und lässt seinen Sechserpartner damit hinter sich allein auf weiter Flur. Sollte Dortmund diese Räume anspielen können, sollte das ein großer Vorteil werden.

Dafür bedarf es allerdings passender Strukturen. Ein weiterer relevanter Faktor dürfte daher werden, mit welcher Raumbesetzung der BVB antreten wird. Zuletzt ließ Thomas Tuchel die Abstände zwischen dem Sechser und den Achtern enorm groß werden, um diese aus einer geduldigen Zirkulation heraus mit weiten Vertikalpässen zu füttern. Gegen Leverkusen wird der Ansatz vermutlich ein völlig anderer. Dortmund wird die Balance aus dauerhaften Verbindungen und ausreichend großen Passdistanzen finden müssen. Sollte Ersteres nicht gelingen, könnte man schnell in isolierte Situationen geraten, die gegen Bayer selbst für pressingresistente Spieler wie Gündogan nur extrem schwer aufzulösen sein dürften. Sind die Passwege zueinander zu kurz, erleichtert Leverkusen dies natürlich das Anlaufen, was wiederum zum Problem werden kann; ein unsauberer erster Kontakt wird dadurch beispielsweise schwerer verziehen.

Leverkusen wird im eigenen Ballbesitz voraussichtlich in erster Linie auf zweite Bälle gehen. Dass die Werkself klare Aufbauaktionen durch das Zentrum haben wird, scheint nahezu ausgeschlossen. Zum einen steht der BVB hier aus seinem 4-3-3 heraus für gewöhnlich zu kompakt. Zum anderen richtet Bayer seine Staffelungen so gut wie nie darauf aus, über die Mitte nach vorne zu gelangen. Entsprechend könnte der Erfolg ihrer Offensivaktionen vorrangig über zweite Bälle und natürlich über die Qualität der Umschaltsituationen entschieden werden. Immerhin: Dortmund sicherte sich über dosiertere Vorstöße beider Außenverteidiger zuletzt besser gegen gegnerische Flügelkonter ab.

Fazit

Alles steht und fällt vermutlich mit der Frage, ob Dortmund Mittel und Wege findet, um Bayers Pressing zu trotzen. Die Staffelungen des BVB sowie die Intensität der Werkself nach dem Donnerstagspiel könnten hierbei den entscheidendend Impuls in die eine oder andere Richtung gegen. Darüber hinaus wird es für die Gäste natürlich wichtig, Bayers Konter zu unterbinden. Nicht unwahrscheinlich, dass die Fans ob des starken Gegenpressings beider Teams den einen oder anderen wuchtigen Ballgewinn und womöglich auch Gegenkonter zu Gesicht bekommen werden. Tipp: 0:1.

Zurück

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren