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Bayer Leverkusen vs. Borussia Dortmund 0:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Borussia Dortmund hat am Sonntagnachmittag einen 1:0-Sieg bei Bayer Leverkusen eingefahren und seinen Anspruch auf Platz zwei damit ein weiteres Mal eindrucksvoll demonstriert.

Dortmund startete nach der englischen Woche mit der Mittelfeldbesetzung Bender, Ginter, Leitner ins Spiel. Außerdem bekam Pulisic den Vorzug vor Reus. Auf Seiten der Werkself musste Calhanoglu passen. Ihn ersetzte Mehmedi.

Kurzum: Die ersten 45 Minuten waren ein Festival an langen Bällen. Bayer presste meist in einem verschobenen 4-3-3, indem sich der linke Flügelspieler deutlich höher bewegte als sein Pendant, welcher sich ins Mittelfeldband einordnete, dort neben Kramer und Kampl den halbrechten Part einnahm. Generell war der Übergang in ein 4-2-2-2 aber fließend.

Dortmund stellte dem eine Aufbaudreierkette entgegen, Bender kippte aus dem Sechserraum zwischen die Innenverteidiger ab. Allerdings waren die Verbindungen ins Mittelfeld nicht allzu ausgereift. Bayer lenkte den BVB-Spielaufbau auf diese Weise vielfach ohne größere Mühe auf einen der breiten Innenverteidiger, vorzugsweise auf Sokratis und erzwang dann den langen Ball. Torgefahr strahlte Dortmund kaum aus, anhaltende, kontrollierte Ballbesitzpassagen hatten Seltenheitswert.

Zwischenzeitlich kam die Werkself aufgrund dessen sogar auf gut 56 % Spielanteile. Allerdings brachte sie offensiv ebenfalls wenig zustande. Teilweise gab es ordentliche Ansätze über die Flügel, wo die Verbindungen auch vergleichsweise stabil waren. Spätestens im letzten Drittel konnte Dortmund die Angriffsbemühungen jedoch überwiegend verteidigen. In den meisten Szenen wählte Leverkusen ohnehin frühzeitig - und unabhängig vom Pressing des Gegners - einen langen Ball, um dann idealerweise das zweite Duell für sich zu entscheiden. Der BVB nutzte unterdessen ein recht flexibles Pressing, ließ den ersten Pass auf Bayers Innenverteidiger in der Regel zu, um sie dann anzulaufen. Nominell verteidigte die Borussia in einem 4-1-4-1, das allerdings immer wieder umgeformt wurde, beispielsweise in ein 4-4-2, 4-1-3-2 oder sogar 4-3-3. Bender und Ginter spielten wohl auch deshalb im Mittelfeld, weil Tuchel seine Mannschaft so etwas besser gegen die weiten Schläge Leverkusens absichern wollte. Insgesamt konnte Dortmund diese auch solide verteidigen. Daher ging eine ereignisarme erste Halbzeit mit 0:0 zu Ende.

Mit dem zweiten Durchgang passten beide Trainer taktisch leicht an. Bayer verteidigte tiefer, ließ Dortmund häufiger ohne Druck in erster Linie zirkulieren. Tuchel schob Bender währenddessen dauerhaft ins Mittelfeld, dafür blieb Piszczek im Spielaufbau auf Höhe der beiden Innenverteidiger. Mkhitaryan gab am rechten Flügel Breite. Trotzdem sollte sich der BVB weiterhin schwer tun, sich nach vorne zu kombinieren. Die Verbindungen zwischen den Sechsern und den Offensiven waren zu schwach bzw. gar nicht gegeben. Am Flügel konnte Leverkusen die Gäste schnell isolieren.

Nach etwa einer Stunde ging Dortmund dennoch in Führung. Vorausgegangen war dem ein schnell ausgeführter Freistoß. Die Tuchel-Truppe nutzte die mangelnde Mittelfeldabsicherung Leverkusens, Aubameyang schob zur Führung ein. Anschließend wurde das Spiel kurzzeitig unterbrochen, weil Bayer-Coach Roger Schmidt sich weigerte, wie vom Schiedsrichterspann gefordert auf die Tribüne zu gehen. In der Folgephase gab es hie und da etwas mehr Raum für beide Teams, aber auch weiterhin viele Engen, gelungene Pressingaktionen und stabile Endverteidigungen.

In den Schlussminuten spekulierte Dortmund dann auf den spielentscheidenden Konter, vergab seine Umschaltmöglichkeiten aber. Letztlich blieb es beim 0:1, wobei Bayer ein Unentschieden sicherlich verdient gehabt hätte.

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