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1. FC Köln vs. Hertha BSC 0:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Die Berliner Hertha hat am Freitagabend einen 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln gefeiert und bleibt damit unter Garantie auch nach 23 Spieltagen Bundesliga-Dritter. Die Domstädter müssen ihre Träume von Europa hingegen wohl begraben.

FC-Coach Peter Stöger hatte sich nach der Derbyniederlage gegen Mönchengladbach nun vor heimischem Publikum statt der Viererkette defensiv für ein extrem passives 5-4-1 entschieden. In den ersten Minuten gab es noch etwas forschere herausrückende Läufe. Teilweise attackiert Gerhardt von der linken Seite sogar einen der beiden Berliner Innenverteidiger. Weil die Hertha ihrem Gegner durch passende Passdistanzen aber keinen ausreichenden Zugriff gewährte, spielte Köln nach der Anfangsphase immer raumorientierter und zurückhaltender. Es wurden zwar weiterhin diverse Mannorientierungen genutzt. Insgesamt lag der Fokus aber klar auf der Kompaktheit in der Formation, kaum auf der direkten Balleroberung.

Die Folge dessen war, dass die Berliner das Spielgerät sicher in der ersten Linie zirkulieren ließen und ihre Ballbesitzwerte in schwindelerregende Höhen stiegen. Brooks und Stark passten sich das Spielgerät immer wieder ohne Gegnerdruck zu und waren nicht krampfhaft auf Raumgewinn aus. Wenn Köln dann doch mal aus seinem Mittelfeldpressing aufrückte, konnte Torwart Jarstein als Überzahlspieler eingebunden werden. Allerdings hatte die Hertha durchaus Schwierigkeiten, den Ballbesitz spielerisch in die abschlussrelevante Zone zu übertragen. Deshalb gab es recht viele lange Bälle in Richtung Kalou oder Ibisevic. Die Staffelungen wurden mit fortschreitender Spieldauer auch gar nicht mehr zwingend auf Kombinationen durch das Zentrum ausgerichtet. Einer der beiden Sechser orientierte sich nämlich etwas früher nach vorne, um dann den Kampf um den zweiten Ball annehmen zu können oder als Ablagespieler für die Stürmer zu dienen. Insgesamt war die Hertha ob der Passivität des Gegners zwar überlegen, legte aber keinen herausragenden Ballbesitzauftritt aufs Parkett.

Köln versuchte aus dem Aufbau heraus oder im Umschaltmoment unterdessen fast ausschließlich mit Schlägen in Richtung Modeste zum Erfolg zu kommen. Die beiden Halbverteidiger fächerten im eigenen Drittel meist sehr weit auf, bis in die Flügelräume. Dazu war Lehmann gelegentlich gewillt, sich das Leder tief abzuholen. Da auch die Gäste viel mit Mannorientierungen und ballnahem Herausschieben arbeiteten, gelangen dem FC jedoch kaum anhaltende Kombinationen. Meist nahmen die beiden Stürmer des 4-4-2-Mittelfeldpressing die Sechser in ihren Deckungsschatten. Weiser und Haraguchi rückten recht konstant auf die Halbverteidiger auf, so diese sich in Ballbesitz befanden. Die Kölner Struktur in den vorderen Zonen war insgesamt recht starr ausgelegt, einzig Bittencourt verschlug es vom Flügel häufiger in den Halb- oder Zehnerraum, um dort Verbindungen zu geben. Helfen sollte das jedoch auch wenig.

In den letzten Minuten vor der Pause wurde die Partie dann etwas offener, weil Köln nach dem langen Ball in einzelnen Situationen die hohen Bewegungen der Berliner Flügelspieler zufällig für sich nutzen konnte. Kurz vor der Pause stellte Stöger schließlich auf ein 4-2-3-1 um; Heintz rückte auf die linke Verteidigerseite, Mladenovic, voriger Flügelverteidiger, übernahm davor im Mittelfeld. Nach einem Gegenpressingmoment kam die Hertha dann etwas glücklich in einen günstigen Umschaltmoment, der sauber ausgespielt wurde. Ibisevic trug sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff in die Torschützenliste ein.

Im zweiten Durchgang gab die Dardai-Elf die Spielkontrolle mit der Führung im Rücken zunehmend an den FC ab. Nun waren es die Domstädter, die in reichlich klare Aufbauszenen kamen. Wirklich konstruktiv genutzt wurden diese jedoch zu selten. Stöger entschied sich noch für einen Wechsel auf 4-4-2, indem er Hosiner auf das Grüne schickte. Die Maßnahme verpuffte aber. Auch die Einwechslung der spielstarken Jojic und Hartel brachte nicht mehr viel ein, wenngleich die Domstädter gegen Ende des Spiels durchaus noch einmal am Ausgleich schnuppern konnten. Die Hertha stand aber überwiegend stabil, wenngleich sie sich die eine oder kuriose und zu flache Defensivstaffelung nach langen Bällen leistete. Das wog letztlich aber nicht mehr allzu schwer. Das Ergebnis konnte über die Zeit gebracht werden.

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