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Hamburger SV vs. FC Ingolstadt 1:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Der Hamburger SV und der FC Ingolstadt haben sich am 23. Spieltag 1:1-Unentschieden getrennt. Damit haben beide Mannschaften einen weiteren Punkt im Kampf gegen den Abstieg gesammelt und ihre Position im Mittelfeld der Liga gefestigt.

Bruno Labbadia schickte seine Mannschaft wie gewohnt im 4-2-3-1 mit Drimic als linken Außenspieler ins Rennen. Auch sein Gegenüber Ralph Hasenhüttl wagte keine großen Experimente und wählte das bekannte 4-3-3.

Entscheidend für den Spielverlauf war vor allem das frühe Tor der Hamburger. Drmic brachte den HSV schon in der siebten Minute in Führung, nachdem man die rechte Seite geschickt überlud und sich in den Strafraum kombinierte. In der Folge waren die Hanseaten im Spielaufbau wenig gefordert. Sowohl Torhüter Adler als auch die beiden Innenverteidiger scheuten sich nicht, schon früh den langen Ball zu schlagen. Zielspieler hierfür waren vor allem Drmic auf links und Rudnevs in der Zentrale. Beide sollten die Bälle festmachen und dann auf die nachrückenden Hunt und Holtby ablegen.


Ingolstadt dagegen war früh unter Zugzwang. Der FCI vertraute wie üblich auf ein recht hohes und aggressives Pressing, in dem man auch den Torhüter anlief und so noch mehr lange Bälle der Hamburger provozierte. Entscheidend war dann der Kampf um den zweiten Ball. Ingolstadt verschob wie gewohnt stark ballorientiert und erzeugte so eine extrem hohe horizontale Kompaktheit. Deshalb schaffte man es häufig, den zweiten Ball zu sichern, auch wenn aufgrund der hohen Intensität und der engen Räume oft nur unkontrollierte Folgeaktionen entstehen konnten. Vor allem die Verbindungen ins letzte Drittel waren problematisch. Da der HSV mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, ergab sich ein Spiel, welches in erster Linie von Zweikämpfen, Fouls und schnellen Umschaltaktionen geprägt war. So konnte sich der FCI zwar ein leichtes Übergewicht an Chancen erarbeiten, war aber nie wirklich dominant.

Dies lag zu großen Teilen auch am Ballbesitzspiel der Ingolstädter. Die Schanzer tun sich bekanntermaßen mit eigenen Aufbausituationen schwer, waren diesmal durch den frühen Rückstand  in dieser Disziplin aber eigentlich besonders gefordert. Wirkliche Bemühungen für ein konstruktives Aufbauspiel waren aber überwiegend trotzdem nicht zu erkennen. Den beiden Innenverteidigern bot sich meist nur der alleinige Sechser Roger als Anspielstation, der aber wenig ballfordernd agierte und zudem von den passiven HSV-Spitzen in den Deckungsschatten genommen wurde. Vereinzelt versuchten sich auch die Halbspieler Groß und Cohen an rückfallenden Bewegungen, die aber nicht in den strukturellen Kontext passten und deshalb nicht eingebunden wurden.

So kam es dann nach 60 von Kampf und Pressing geprägten Minuten wie es kommen musste. Die Schanzer nutzten eine ihrer Standardsituationen und glichen aus. Hinterseer trug sich in die Torschützenliste ein. In der Folge änderte sich das Spiel nur geringfügig. Der HSV schaffte es nicht mehr, das Spiel kontrollierter zu gestalten und ließ sich weiter auf das Pressingduell ein. Trainer Labbadia nahm in der 73. Minute mit Aaron Hunt sogar spielerisches Potenzial vom Platz und brachte dafür den defensiver orientierten Kacar. Auch Hasenhüttl konzentrierte sich in der Folge darauf, das Ergebnis zu halten, weshalb am Ende eines sehr intensiven, aber spielerisch schwachen Spiels ein leistungsgerechtes Unentschieden steht.

Nadan Kipp

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