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Mainz 05 vs. Bayer Leverkusen (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Nur mit einem Sieg bleibt Bayer Leverkusen auch nach 23 Spieltagen Tabellenvierter. Gegner Mainz würde die Werkself mit einem Erfolg im direkten Aufeinandertreffen definitiv überholen. Der momentane Abstand zwischen beiden Teams beträgt nur zwei Zähler.

Auf dem Papier dürften die 05er für Bayer ein zumindest sehr unangenehmer Gegner sein. Mainz wird sicherlich aus dem gewohnten 4-4-2 heraus versuchen, das Zentrum zu blockieren und Leverkusen - je nach Höhe und Intensität des Pressings - entweder zu langen Bällen oder zu Pässen auf die Flügel zu zwingen. Wenn die Gäste flach aufbauen, tun sie das allerdings ohnehin häufig über die Seiten. Meist lässt sich Kampl aus dem Sechserraum nach links fallen, um von dort aus den Angriff über den Flügel nach vorne zu tragen. Zuletzt blieb auch Linksverteidiger Wendell in der Aufbauphase des Öfteren tief, sodass Kampl im Zentrum bleiben konnte. Das Prinzip blieb dabei aber dasselbe: Leverkusen überlud den linken Flügel und versuchte im Angriffsdrittel mit schnellen Verlagerungen in die Mitte zu gelangen. Genau das sollte Mainz Bayer allerdings kaum gestatten. Der FSV ist in den defensivtaktischen Abläufen ungemein sicher, leistet sich kaum Inkompaktheiten im Kettenspiel, sodass es für die Werkself wohl eine Herkulesaufgabe wäre, sich vom Flügel nach innen zu kombinieren.

In Anbetracht dessen scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Roger Schmidt den Fokus schnell auf das Schlagen langer Bälle legen wird. Dann könnten sich heiße Duelle um den zweiten Ball ergeben. Das Problem: Mit Stefan Kießling fehlt Bayer der mit Abstand wichtigste Zielspieler.

Mainz wird sich indes vermutlich davor hüten, das Spielgerät länger als notwendig im eigenen Drittel zu halten. Gegen das aggressive 4-2-2-2/4-3-3-Pressing Leverkusens dürfte das Spiel von Beginn an darauf angelegt sein, mit weiten Schlägen zu arbeiten, Cordoba vorne in Szene zu setzen und das zweite Duell für sich zu entscheiden. Das könnte zugleich bedeuten, dass Latza sich als Sechser gar nicht tief im zweiten Drittel anbietet, sondern gleich nach vorne rückt, um die Kompaktheit in den vorderen Zonen zu verbessern und dort im Zusammenspiel mit dem Zehner und unter Umständen einem der Flügelspieler Überzahl herzustellen.

Da beide Teams grundsätzlich Probleme im flachen Spielaufbau haben, liegt die Vermutung nahe, dass die Partie letztlich über die Konterstärke entschieden wird. Mainz erzielte 70% seiner Tore aus Umschaltsituationen. Was dagegen spricht: Gerade Leverkusen, aber auch die 05er, verfügen über ein sehr gutes Gegenpressing, das es schwer machen dürfte, die Konter tatsächlich zum Abschluss zu bringen.

Fazit

Ein fußballerischer Leckerbissen wird das Duell zwischen Mainz und Leverkusen eher nicht. Beide Mannschaften dürften stark auf zweite Bälle gehen und darauf spekulieren, auf diese Weise zum Erfolg zu kommen. Insofern wird es interessant, inwieweit Bayer den Kießling-Ausfall kompensieren kann. Ob die Umschaltsituationen auf einer Seite den Unterschied machen können, bleibt abzuwarten. Vielleicht kann am Ende ein Standard entscheiden. Viel spricht für ein intensives, aber wohl auch eher chancenarmes Bundesliga-Duell. Tipp: 1:0.

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