{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


Eintracht Frankfurt vs. Schalke 04 (Vorbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Wie schnell verarbeitet der FC Schalke sein peinliches Europa-League-Aus? Im Spiel eins nach Donezk reisen die Knappen zur abstiegsbedrohten Frankfurter Eintracht. Im besten Falle könnte Schalke mit einem Sieg bis auf Platz drei vorrücken und damit wohl viele Fans versöhnen. Für die SGE hingegen heißt es, wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nur einen Punkt.

Wer die letzten Spiele beider Teams beobachtet hat, könnte durchaus davon ausgehen, dass die Zuschauer in Frankfurt am Sonntagabend ein kleines Torfestival bestaunen werden. Schließlich hatten beide Teams (in unterschiedlichen Phasen) immer mal wieder mit Kompaktheitsproblemen zu kämpfen.

Was dabei gut und gerne vergessen wird: Schalke agiert in der Defensivordnung zwar immer noch sehr passiv, ist dabei aber sauberer in der Gruppen- und Mannschaftstaktik als zu Saisonbeginnn. Das 4-4-2-Mittelfeldpressing funktioniert nicht auf herausragendem, jedoch durchaus auf ordentlichem bis gutem Niveau. Frankfurt lebt im eigenen Ballbesitz vor allem von seiner Mittelfeldschaltzentrale Fabian/Stendera, sodass der Fokus der Gäste sicherlich spezifisch darauf liegen wird, die Hessen früh auf die Seiten zu lenken. Dann nämlich dürfte es für die Eintracht etwas schwerer werden, seine Schlüsselspieler ins Spiel einzubinden. Insofern ist damit zu rechnen, dass Schalke mit sehr engen Stürmern arbeiten wird. Sollte Fabian sich dann aus dem Zehnerraum zurückfallen lassen, dürfte dies von einem der zentralen Mittelfeldspieler verfolgt werden.

Grundsätzlich deutet nicht wenig darauf hin, dass eine hohe Stabilität im Zentrum ausreicht, um Frankfurts Ballbesitzspiel unter Kontrolle zu halten. Schließlich lebt die Veh-Elf hier weiterhin viel von improvisierten Bewegungen und der individuellen Klasse der genannten Spieler. Wenn die Mannschaft früh auf den Flügel gedrängt wurde, geriet man dort in der jüngeren Vergangenheit nicht selten in isolierte Situationen, wobei auch hier die ungeschriebene Regel gilt: Stendera und Fabian können auswegslose Situationen durch ihr Geschick als Verbindungsgeber gerne mal retten. Auch das geschieht ob der fehlenden klaren taktischen Linie jedoch noch etwas inkonstant.

Gut möglich, dass Frankfurt seine besten Abschlussgelegenheiten am Ende nach Kontern bekommt. Schließlich zeigt Schalke mittlerweile regelmäßig den Impuls zum Gegenpressing, schafft es aber nicht, dabei kompakt zu bleiben. Allerdings hat die Eintracht mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Die wechselhaften Ballbesitzstaffelungen führen logischerweise nicht dazu, dass der Gegner nach Ballverlust gleich in günstigen Situationen sofort gejagt werden kann. Aber auch in der Defensivformation gelingt es dem Abstiegskandidaten nicht immer, die Zwischenräume unter Kontrolle zu halten. Ob Schalke diese Schwäche für sich nutzen kann? Der Ausfall von Leon Goretzka dürfte den Knappen weh tun. Schon gegen Donezk wurde das Spiel der Königsblauen nach der Auswechslung des Youngsters weniger strategisch. Der Flügelfokus nahm deutlich zu, die Halbräume wurden kaum mehr gezielt eingebunden. Sofortige long-line-Angriffe könnten Frankfurt ohne Zweifel entgegenkommen.

Fazit

Beide Mannschaften haben defensiv in gewissen Kontexten Probleme. Auf beiden Seiten ist das Gegenpressing noch nicht allzu stark, in der Grundordnung dürfte Schalke gegen den Ball hingegen Vorteile haben. Frankfurt verteidigt für gewöhnlich nicht besonders kompakt, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmen nicht. Entscheidend für den Spielverlauf wird sein, ob Schalke diese Schwächen auch tatsächlich aufdecken kann. Von einer Chancenflut bis zu einem "müden Kick", in dem keine Mannschaft die defensiven Defizite des Gegners offenbart, scheint alles möglich. Tipp: 1:3.

Zurück

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren