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FC Augsburg vs. B. M'Gladbach 2:2 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Der FC Augsburg hat sich am Samstag vor heimischem Publikum mit 2:2 von Champions-League-Kandidat Borussia Mönchengladbach getrennt.

Beide Trainer hatten auf große personelle und taktische Überraschungen verzichtet. Gladbach zeigte sich von Beginn an im Zustandekommen der Aufbaustaffelungen sehr flexibel. Mal kippte Xhaka ab oder heraus, mal blieben beide Sechser vor der Abwehr. Auch die Außenverteidiger variierten in ihrer Position. In einer Szene löste sich Hazard sogar aus dem vorderen Raum, um nach links auf die nominelle Wendt-Position herauszukippen. Trotz der Vielseitigkeit sollten die Fohlen jedoch Schwierigkeiten haben, sich nach vorne zu kombinieren.

Im erster Aufbaulinie konnte das Spielgerät meist recht sicher gehalten werden. Das Problem lag allerdings im Übergang in die Mittelfeld- bzw. Angriffszone. Augsburg verteidigte dauerhaft in einem 4-4-2, setzte hierfür aber kein fiktives Lineal an. Stattdessen gab es immer mal wieder diverse Umformungen. Vor allem die beiden zentralen Mittelfeldspieler veränderten ihre Höhe regelmäßig. Entweder, weil der Passweg auf einen sich in ihrem Rücken bewegenden Gladbacher Offensivspieler bewacht werden sollte, oder, weil Moravek mal wieder mannorientiert auf Dahoud aufschob. Die Gäste ließen sich infolge dessen zu einer Reihe an langen Bällen hinreißen, die insgesamt nicht allzu wirkungsvoll waren. Augsburg leistete sich hie und da zwar kleinere Inkompaktheiten, welche die Borussia auf im Ansatz aufzudecken wusste. Zu einem Torerfolg aber sollte es für Gladbach zunächst nicht reichen.

Zumal der FCA während der ersten 45 Minuten lange Zeit ohnehin näher an der Führung zu sein schien. Die Fuggerstädter forcierten wie üblich konsequent die weiten Diagonalbällen in Richtung Flügel, vor allem auf Caiuby. Die meisten Abpraller gingen dann auch tatsächlich an den Europa-League-Teilnehmer, weil sich Gladbach gegen den Ball trotz einer ordentlichen Variabilität mal wieder mit einigen gravierenden Schwächen auseinandersetzen musste. Neben einigen passiveren und tieferen Phasen, in denen das 4-4-2 gehalten wurde, gab es viele Szenen, in denen Stindl und Raffael Augsburgs Aufbauspieler attackierten, Dahoud auf Kohr aufrückte, der sich entweder tief im Sechserraum bewegte oder zurückfiel. Die fehlende Besetzung der Räume um Xhaka sollte dann durch ein Herausrücken von beispielsweise Innenverteidiger Christensen kompensiert werden. Wenn Augsburg aber wie so oft den zweiten Ball gewann, ergaben sich teilweise ungünstige, chaotische Staffelungen im Gladbacher Defensivverbund. Dazu gesellten sich beinahe über die gesamte Spielzeit Probleme im Verteidigen des Rückraumes; sowohl nach Standards als auch in Situationen, in denen die Mannschaft nach hinten gedrückt wurde, wurden die Staffelungen oft schnell zu flach. Das 1:0 durch Raffael kurz vor der Pause war nicht unbedingt zu erwarten und konnte von Augsburg wenige Minuten nach dem Seitenwechsel durch einen Doppelschlag gekontert werden. Finnbogason und Caiuby trugen sich in die Torschützenlisten ein. Nur zwei Minuten nach der Augsburger Führung aber sorgte Johnson für den Ausgleich - der dritte Treffer innerhalb von fünf Minuten.

Markus Weinzierl hatte zur Pause bereits Koo für Moravek ins Spiel gebracht, womit sich die Augsburger Ballbesitzmechanismen leicht veränderten, weil der Südkoreaner mehr Einfluss in der Tiefe nahm, statt sich ausschließlich auf die Halbraumbesetzung zu konzentrieren und eine unterstützende Rolle einzunehmen. Dazu tauschten Bobadilla und Caiuby die Seiten. Als Koo etwa 15 Minuten vor Schluss wieder ausgewechselt werden musste, kam Janker ins Spiel und die zentrale Mittelfeldanordnung wurde generell 2-1-hafter. Andre Schubert nahm Mo Dahoud indes aus dem Spiel und stellte Christensen ins Mittelfeld. Hinteregger übernahm in der Innenverteidigung. An den Systemabläufen sollte das nichts ändern. Auch die Defizite beider Teams waren in der zweiten Hälfte dieselben wie zuvor. Ein Treffer sollte jedoch weder Augsburg noch Gladbach mehr gelingen. So blieb es beim 2:2.

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