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Borussia Dortmund vs. TSG Hoffenheim 3:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Borussia Dortmund hat sich am Sonntag in einem erwartet hochklassigen Trainerduell zwischen Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann mit 3:1 gegen die TSG Hoffenheim durchgesetzt. Während der BVB seinen zweiten Platz damit weiter festigt, haben die Kraichgauer die Chance auf den Relegationsplatz verpasst.

Nagelsmann hatte seine Mannschaft defensivtaktisch in einem 5-2-3 ins Rennen geschickt, wobei das Mittelfeldpressing tendenziell einen Tick tiefer interpretiert wurde als noch in der vergangenen Woche. Meist bewegten sich die vorderen drei Spieler - Volland, Amiri, Uth - etwa 15 Meter vor der Mittellinie. Der BVB stellte dem eine Aufbaudreierkette entgegen, wobei Piszczek als rechter Verteidiger tief blieb, Innenverteidiger Bender entsprechend nach links in den Halbraum rückte. Auf dem linken Flügel gab allein Schmelzer Breite, Reus rückte meist ein. Kagawa besetzte überwiegend den Zehnerraum, während Weigl und Sahin sich tief bewegten, häufig auch vor der Hoffenheimer Formation. Mkhitaryan positionierte sich rechts in den meisten Situationen recht nah an der Außenlinie.

Dortmund sollte mit dieser Raumbesetzung zunächst große Probleme haben, sich in die vorderen Räume zu kombinieren. Das Spielgerät konnte zwar überwiegend in der ersten Linie gesichert werden, allerdings wurde der Übergang in die Mittelzone erst dann besser, als Tuchel die Offensivschemen etwas anpasste. Reus oder auch Aubameyang wichen Mitte der ersten Halbzeit häufiger nach rechts aus, um dort zu überladen. Dadurch konnte am Flügel teilweise Überzahl erzeugt werden. Außerdem gab es die eine oder andere solide Verlagerung, die Mkhitaryan beispielsweise in Eins-gegen-eins-Situationen brachte. Generell funktionierten Hoffenheims Defensivmechanismen aber auf hohem Niveau. Das frühe 1:0 durch Rudy, als man sich spielerisch aus einem Dortmunder Pressingversuch hatte befreien können, spielte der TSG dabei natürlich in die Karten. Zumal Nagelsmann intelligent auf die kleineren Anpassungen im Dortmund-System reagiert hatte: Der 28-Jährige ließ seine Mannschaft anschließend nämlich vermehrt im 5-3-2/5-4-1 verteidigen. So sollte seine Mannschaft die Breite besser abdecken können, wenngleich der Druck auf die schwarzgelben Aufbauspieler natürlich etwas zurückging.

Zur Pause reagierte Tuchel auf den Rückstand (und auch auf das veränderte Hoffenheimer Defensivkonzept) mit der Einwechslung von Gündogan für Kagawa. Die zentrale Mittelfeldanordnung wurde damit 1-2-hafter. Aufgrund der Tatsache, dass Hoffenheim in der vorderen Pressingreihe durch Nagelsmanns Umstellung an Präsenz verloren hatte, ließ Tuchel fortan oft nur noch über die beiden Innenverteidiger in erster Linie aufbauen. Weigl konnte sich dazu flexibel fallen lassen. Dadurch hatte Piszczek wiederum die Möglichkeit, aufzurücken. Mkhitaryan oder Aubameyang versuchten dann Hoffenheims linken Flügelverteidiger Toljan am Herausrücken in Richtung des Polen zu hindern. Wenn dies gelang, konnte Piszczek freigespielt werden. Wenn Toljan hingegen aus seiner Position stieß, versuchten die genannten Spieler in den offenen Raum zu sprinten. Dadurch, dass die TSG im 5-4-1/5-3-2 aber eine stärkere Breitenstaffelung besaß als noch zu Spielbeginn, konnte sie Dortmunds neue Angriffsidee ordentlich verteidigen. Eine Wendung bekam das Spiel dann nach etwa 60 Minuten: Rudy sah die rote Karte, als er einen BVB-Konter regelwidrig unterband. Anschließend verteidigten die Gäste dauerhaft in einem 5-4-0. Durch die fehlende Tiefe bekam Dortmund logischerweise keinerlei Schwierigkeiten mehr, nach vorne zu marschieren. Die logische Folge: Hoffenheim wurde in der eigenen Hälfte Hoffenheim eingeschnürt.

Weil die Nagelsmann-Elf die direkten Wege in die Formation aber immerhin größtenteils schließen konnte und Dortmund im letzten Drittel häufiger nach Außen verlageern musste, entschied sich Tuchel für eine erneute taktische Anpassung: Weigl verließ das Feld; der Youngster wurde als Ballverteiler nur noch bedingt gebraucht. Dafür kam mit Ramos ein potenzieller Abnehmer für die Flankenbälle ins Spiel. In der 80. Minute erzielte Dortmund schließlich nach einer kurz gespielten Ecke, die 1899 schlecht verteidigte, über Mkhitaryan den Ausgleich (80.). Fünf Minuten war es dann tatsächlich Ramos per Kopf, der den BVB in Führung brachte. Aubameyang setzte in der Nachspielzeit nach einem Konter den Schlusspunkt. Zuvor hatte Nagelsmann die Fünferkette noch aufgelöst und Süle nach vorne beordert.

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