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Werder Bremen vs. Hannover 96 (Vorbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Abstiegskrimi mit Vorentscheidung? Im Falle einer Niederlage könnte Hannovers Rückstand auf den Relegationsplatz im schlimmsten Falle auf neun Zähler ansteigen. Nur mit einem Dreier gegen Abstiegskonkurrent Werder halten sich die Niedersachsen im Rennen. Aktuell steht Bremen als 15.ter sieben Punkte vor 96.

Beide Mannschaften haben in den letzten Tagen mit neuen Ausrichtungen überrascht. Thomas Schaaf ist mittlerweile vom Offensivdogma alter Zeiten abgewichen und versucht Hannover deutlich balancierter aufzustellen als seinen Ex-Klub aus dem Norden oder auch die Frankfurter Eintracht. Ob er auch am Samstag an seiner unüblichen 4-2-2-2-Systematik festhalten wird, bleibt abzuwarten. Die Chancen dürften jedenfalls gut stehen. Nicht unwahrscheinlich, dass es sich 96 abermals zum Ziel machen wird, das Zentrum zu überladen und dort über seine hohe Präsenz zu schnellen, raumgewinnenden Kombinationen zu kommen. In dem Fall wäre es spannend, wie der SVW dies aus seiner 4-2-3-1/4-1-4-1-Formation heraus kontern würde.

Wer vor ein paar Wochen darauf gesetzt hätte, dass die Partie zwischen Bremen und Hannover ein spielerisch ordentliches Duell werden könnte, wäre wohl für verrückt erklärt worden. Doch nicht nur die neue Ausrichtung der Gäste spricht dafür: Auch die Skripnik-Elf versuchte sich in den vergangenen Spielen immer mehr an einer flachen Spieleröffnung. Gegen Leverkusen machte dies allein wegen der Herausnahme von Zielspieler Ujah Sinn. Dazu kommt, dass Winterneuzugang Djilobodji schlichtweg spielstärker ist als seine Innenverteidigerkonkurrenten, das Spiel immer wieder mit flachen Pässen in die Formation eröffnen kann.

Hannover verteidigte zuletzt in einem recht simplen 4-4-2, wobei die Abstände vor allem zwischen dem Mannschaftsteilen nicht immer stimmten. Viel schwerer wog allerdings die hohe Passivität in der Formation. An diesem Aspekt wird Schaaf wohl intensiv arbeiten, um mehr eigene Balleroberungen zu erzielen und das im Umschaltmoment nicht immer sattelfeste Werder zu fordern. Wie dies konkret aussehen wird, scheint dabei noch völlig offen. Vertraut der Fußball-Lehrer darauf, dass seine Mannschaft schlichtweg etwas handlungsschneller ist oder intensiviert er womöglich sogar die Mannorientierungen?

Nicht unwesentlich dürfte darüber hinaus werden, selbst besser gegen gegnerische Konter abgesichert zu sein. Die Anfälligkeit im defensiven Umschalten zieht sich bisher systemunabhängig wie ein roter Faden durch die die Schaaf-Ära. Hannover schaffte es weder schnell in seine Defensivordnung zurückzukehren noch ein passendes Gegenpressing zu inszenieren. Die Folge dessen war eine überaus lückenhafte Formation, die es dem Gegner auch mit mittelprächtigen Strukturen erlaubte, Raumgewinn zu erzielen.

Fazit

Hannovers Zentrumspräsenz könnte ein Trumpf sein, wenn Bremen hier keine Gegenmaßnahmen ergreift. Jedoch könnte die Anfälligkeit in der Defensive 96 am Ende den Sieg kosten. Gerade, da Werder zuletzt gezeigt hat, gegnerische Inkompaktheiten mit schnellen, flachen Pässen bespielen zu können. Tipp: 2:1.

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