{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


FC Augsburg vs. Bayer Leverkusen (Vorbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Befreit sich Bayer aus der "Krise"? Durch die Negativergebnisse der letzten Spiele ist Leverkusen auf Rang sieben abgerutscht. Der Rückstand auf den Tabellendritten Hertha beträgt bereits sieben Zähler. Gegner Augsburg steckt nach der Niederlage gegen Hoffenheim indes wieder in akuter Abstiegsnot: Der 16.te Frankfurt hat nur zwei Punkte weniger als die Fuggerstädter.

Nicht uninteressant wird sicherlich, welche Lösungen Leverkusen gegen Augsburgs Mittelfeldpressing finden wird. Oft arbeitet der FCA in einem 4-4-2/4-4-1-1 gegen den Ball, wobei die Defensivformation generell überaus flexibel interpretiert und bedarfsweise in diverse Mischstaffelungen umgeformt wird. Wenn Bayer sich am flachen Spielaufbau versucht, dann meist über die Flügelräume, wobei abzuwarten bleibt, inwieweit der Ausfall von Kevin Kampl aufgefangen werden kann. Schließlich war der Slowene hierfür der Schlüsselspieler: Kampl kippte immer wieder heraus und trieb das Spiel aus der Tiefe heraus an. Augsburg wird sicherlich alles daran setzen, Leverkusen früh auf die Seiten zu leiten und dort für Isolation zu sorgen. Oft hatte die Werkself Probleme, sich vom Flügel zu befreien bzw. nach innen zu kombinieren, wenn der Gegner sauber herüberschob und die Passwege in die Halbräume schloss. Wichtig wird für Augsburg folglich unter Umständen das Verschieben im Kettenverbund.

Allerdings scheint es keinesfalls ausgeschlossen, dass die Gäste von Beginn an auf zweite Bälle setzen und die vorderen beiden Pressinglinien des FCA auf diese Weise überspielen werden. Inwieweit dies ohne Zielspieler Kießling aber auch vielversprechend wäre, bliebe abzuwarten. Eine denkbare Alternative wäre, dass sich Kramer beispielsweise früh nach vorne orientiert und versucht, sich im Kampf um den langen Ball zu behaupten, wobei dies die Konterabsicherung vermutlich massiv schwächen würde. Zumal der Weltmeister im Abdecken größerer Räume deutliche Vorteile im Vergleich zu seinem wahrscheinlichen Doppel-Sechs-Partner Calhanoglu hat.

Die Weinzierl-Elf ist im Spielaufbau mittlerweile zwar wesentlich flexibler geworden und nutzt die Halbräume wesentlich besser. Generell liegt der Fokus aber weiterhin im hohen Maße darauf, weite Diagonalbälle in Richtung Flügel zu schlagen. Vor allem Caiuby tritt hier regelmäßig als Zielspieler in Erscheinung. Spannend werden in diesem Zusammenhang sicherlich Leverkusens Pressingstaffelungen. Ein 4-2-2-2 könnte Augsburg dazu veranlassen, (mindestens) einen Außenverteidiger aufrücken zu lassen, um diesen dann mit weiten Bällen im zweiten Drittel zu suchen und so die schwache Breitenstaffelung der Werkself zu attackieren. Entscheidend wäre dann, ob ein Herausrücken des ballnahen Außenverteidigers verhindert werden kann. Tendenziell deutet jedenfalls vieles darauf hin, dass der FCA dieses Mal weniger durch das Zentrum spielen können wird, sondern von Leverkusen entweder früh auf die Flügel gelenkt wird oder gleich den Schlag nach vorne nutzt.

Fazit

Viel könnte davon abhängen, welche Offensivlösungen Bayer gegen das normalerweise kompakte Augsburg präsentieren kann. Die Flügelangriffe im letzten Drittel nach innen zu tragen, könnte sich als schwierig erweisen. Um radikal auf lange Bälle zu setzen, fehlt eigentlich die Kießling'sche Präsenz. Der FCA dürfte sein Heil offensiv vorrangig im Konterspiel suchen, wobei die Frage nach dem Ballbesitzplan gegen das intensive Leverkusen ohne Zweifel interessant wird. Tipp: 2:1.

Zurück

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren