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1. FC Köln vs. Schalke 04 (Vorbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

An Gelsenkirchen und den FC Shalke 04 dürften die Kölner in jüngster Vergangenheit gute Erinnerungen haben. In der Hinrunde feierte man mit einem recht überraschenden 3:0-Auswärtserfolg den höchsten Sieg der Saison und läutete auf Schalke langsam aber sicher die folgende Herbstdepression ein. Momentan befinden sich beide Teams in einer angespannten Lage. Die Rollen dürften wie auch in der Hinserie klar verteilt sein, das größte Fragezeichen vor dem Spiel ist die Formation, in der die Kölner die Partie angehen werden.

Peter Stöger versucht seine Mannschaft in den letzten Jahren vorsichtig, aber sehr kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zu Beginn der Rückrunde trat der FC deshalb immer mal wieder im 5-2-3 statt im gewohnten 4-4-2 an. Zunächst legte man in dieser Grundordnung einige überzeugende Auftritte hin, an den letzten Spieltagen war Stöger aber häufig gezwungen, während des Spiels zu korrigieren und auf die altbekannte Formation zu wechseln. Die Vorteile der Fünferkette liegen dabei auf der Hand: größere defensive Stabilität und eine bessere Kontrolle über die Schnittstellen. Zudem zeigte sich Köln im Aufbau mit der leicht nach links verschobenen Dreierkette und dem sehr offensiv agierenden linken Halbverteidiger Heintz etwas flexibler.

In dieser Disziplin werden die Kölner gegen Schalke aber wahrscheinlich kaum gefordert sein. Auch die Schnittstellen der Abwehrkette sollten nicht Stögers erste Sorge sein, da bei den Knappen wenn überhaupt nur Klaas-Jan Huntelaar und vereinzelt Leroy Sané wirklich durchbruchsfokussiert agieren. Breitenreiter und seine Mannschaft werden den Fokus stattdessen wohl wieder auf die Halb- und Zwischenräume legen. Besonders die spielstarken Meyer und Belhanda werden sich vermehrt in diesen Räumen bewegen und bei Bedarf im Spielaufbau auch weit zurückfallen. Schon das Spiel gegen Frankfurt vor einigen Wochen zeigte, dass die Kölner im 5-2-3 Probleme haben, diese Zonen zu kontrollieren. Es ist deshalb nicht ganz unwahrscheinlich, dass Stöger wieder das 4-4-2 als Grundordnung wählen wird.

Klar scheint: Egal welche Formation es am Ende werden wird, Schalke wird gegen ein passives Köln die nächste Ballbesitzaufgabe zu lösen haben. Nach gutem Rückrundenstart mit verbessertem Aufbauspiel zeigte man sich in dieser Hinsicht in den letzten Wochen immer uninspirierter. Es mangelte besonders im letzten Drittel an klaren Abläufen, gezielte Überladungen, auch andere gut abgestimmte gruppentaktische Bewegungen gibt es nur selten zu sehen. Gegen gut organisierte Kölner könnte das zum Problem werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein für eine gute Schalker Leistung wird das Gegenpressing sein. Köln wird nach der Balleroberung möglichst schnell umschalten wollen, um nach Kontern offensiv Nadelstiche zu setzen. Schon im Hinrundenduell konnte man auf diese Weise alle drei Tore erzielen. Schalke dagegen ist im Gegenpressing ähnlich wechselhaft wie im Ballbesitzspiel. Zusätzlich problematisch ist das Fehlen des womöglich besten und wichtigsten Pressingspielers der Knappen, Leon Goretzka. Keiner seiner möglichen Vertretungen hat in dieser Disziplin auch nur ansatzweise die Fähigkeiten wie der junge Deutsche. Hier liegt, neben den offensiven Standardsituationen, vermutlich die größte Chance für die Kölner zum Erfolg zu kommen.

Fazit

Stöger hat mittlerweile hinsichtlich der Formation mehrere Möglichkeiten und macht es so dem Gegner schwerer sich auf die Kölner einzustellen. Auch wenn einiges für ein 4-4-2 spricht ist z.B. auch ein flaches 5-4-1 in Anlehnung an das 5-2-3 denkbar. Unabhängig von der Formation steht und fällt aber alles mit dem Ballbesitzspiel der Schalker. Sollte man es hier schaffen, kreative Lösungen zu finden und gleichzeitig die Kölner Konter halbwegs zu unterbinden, sind die Chancen groß, ein positives Ergebnis mit nach Hause zu nehmen. Tipp: 1:2

Nadan Kipp

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