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Werder Bremen vs. Hannover 96 4:1 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Werder Bremen hat am Samstag einen 4:1-Erfolg im Abstiegsduell mit Hannover 96 eingefahren und ist damit auf Platz 14 geklettert. Hannovers Rückstand auf den Relegationsrang beträgt durch die Niederlage nun schon sieben Zähler.

Werder verteidigte im 4-1-4-1 und war darum bemüht, seinen niedersächsischen Konkurrenten bereits im tiefen Spielaufbau unter Druck zu setzen. Die Flügel rückten oft heraus, die Sechser orientierten sich hin und wieder an denen des Gegners. Generell war die Bremer Kompaktheit gegen den Ball sehr hoch, weil auch das Nachsichern der Verteidigungslinie gut funktionierte. Hannover tat sich schwer, Lösungen im Ballbesitz zu finden, erlaubte sich einige Ballverluste.

Defensiv entschied sich Thomas Schaaf indes für ein passives 4-4-2, das den Gastgebern zunächst wenig Schwierigkeiten bereiten sollte. Grillitsch erzeugte durch sein Abkippen eine Überzahl in erster Linie. Oft suchte der SVW dann die Pässe auf die Außenbahn, weil Kiyotake und Yamaguchi das Zentrum versperrten. Die Verbindungen ins höhere Mittelfeld waren nicht besonders gut, trotzdem konnte Werder hin und wieder vom Flügel in die zentralen Zwischenräume eindringen, vor allem, wenn Pizarro sich fallen ließ. Die Hannoveraner Konterversuche sollten meist auch deshalb im Keim ersticken, weil das tiefe Pressing zu extrem weiten Wegen in Richtung Werder-Tor führte.

Ein Flügelangriff, den Bartels abschloss, brachte Bremen schließlich in Führung. Das 2:0 durch Pizarro fiel dann aus einer Situation, als die Norddeutschen die Kompaktheitsprobleme von 96 hinter den Sechsern offen legte. Nach dem Rückstand verordnete Thomas Schaaf seiner Mannschaft dann ein herausrückenderes Defensivkonzept. Zugleich war man aber selbst noch mehr im Ballbesitz gefordert, was dem Tabellenletzten nicht unbedingt entgegenkam. Immerhin vereinzelt konnte Hannover seine erneut hohe Präsenz im Zentrum für schnelle Kombinationen nutzen. Der hohe Aktionsradius von Fossum, aber vor allem Kiyotake half gelegentlich, um die Verbindungen improvisiert aufrechtzuerhalten oder überhaupt herzustellen. Werder offenbarte seinerseits Probleme im Sechserraum, die Hannover gelegentlich tatsächlich anzusteuern versuchte. Karamans Anschlusstreffer infolge einer Standardsituation ließ im roten Lager neue Hoffnung aufkeimen.

Schaaf hatte unterdessen noch vor dem Seitenwechsel mit Szalai für Yamaguchi einen Neuner ins Rennen geschickt. Vermutlich wollte der Fußball-Lehrer so mehr Tiefe im Spiel schaffen. Die Verbindungen ins zweite Drittel sollten vor allem über das Einrücken der Flügelspieler gesichert werden. Diese Maßnahme fruchtete durchaus. Bremen agierte passiver, ließ sich in seiner Defensivordnung aber immer wieder zu unvorteilhaften Staffelungen hinreißen. Gerade die Mannorientierungen sorgten für ein paar Probleme. Allerdings war Hannover in dieser Phase kaum gegen Konter abgesichert. Das Aufrücken der Außenverteidiger wurde nicht balanciert, die Sechser zeigten ebenfalls viele Bewegungen nach vorne, welche im Werderaner Umkehrspiel zum Schwachpunkt wurden. Kein Zufall, dass Selassie das 3:1 per Konter besorgte. Junuzovic erzielte dann den Endstand. Hannovers hohes Pressing verpuffte größtenteils, weil die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen nicht stimmten.

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