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Borussia Dortmund vs. FC Bayern 0:0 (Spielbericht)

Veröffentlicht in Spielberichte

Borussia Dortmund hat sich am Samstagabend mit 0:0 vom FC Bayern getrennt und den Rückstand auf Rang eins damit nicht verkürzen können. Die Gäste bleiben mit fünf Zählern Vorsprung auf den BVB Tabellenführer.

Thomas Tuchel hatte sich nicht ganz unerwartet für eine Fünferkette entschieden, wobei Durm sich als rechter Flügelverteidiger Douglas Costa gegenüberstellte und Piszczek als Halbverteidiger spielte. Vor der Abwehr bildeten Gündogan und Weigl die Doppelsechs im 5-2-2-1. Die Bayern betraten den Signal Iduna Park mit einer Mischung aus 4-2-3-1 und 4-2-4, weil Müller zwischen den Zonen pendelte.

Die Anfangsphase des Spiels war nicht nur in Sachen Ballbesitz ausgeglichen. Beide Mannschaften konnten aus unterschiedlichen Situationen heraus große Torchancen verbuchen. Dortmund formierte sich gegen den Ball überwiegend in einem 5-4-1, wobei Weigl und Gündogan sehr extrem aufrückten, um Vidal bzw. Alonso in Deckung zu nehmen. Das öffnete bisweilen die Zwischenräume, was die Verteidiger - vor allem Hummels - durch ein ebenfalls mannorientiertes Aufschieben zu kompensieren versuchten. Reus orientierte sich weiterhin klar an Lahm. Generell war es das Dortmunder Ziel, den Druck auf den bayerischen Spielaufbau derart anwachsen zu lassen, dass gezielte Pässe hinter die Sechser gar nicht möglich sein würden. Dies gelang bis auf einzelne Situationen auch auf sehr ordentlichem Niveau. Zumal der Rekordmeister die offenen Räume auch nicht besonders aggressiv attackierte, die Besetzung eher situativ, inkonstant und einfach war. Mit fortschreitender Spieldauer verschlug es Vidal des Öfteren in den Zehnerraum hinein, um einen Verteidiger herauszulocken und damit innerhalb des schwarzgelben Kettenverbundes mehr Raum für Lewandowski bzw. Müller zu schaffen. Dazu half die gelegentliche Präsenz des Chilenen im Angriffsdrittel bei langen Bällen, weil sein Einlaufen in den Strafraum nicht einfach zu berechnen war und Dortmunds Zuordnungen teils durcheinander wirbelte.

Interessant war, dass die Bayern sich defensiv in überraschend vielen Phasen in ein eher tiefes 4-4-2 zurückzogen. Hier und da bewegten sich sogar die beiden Pressingspitzen in der eigenen Hälfte. Grund dafür war vermutlich, dass man das Risiko minieren wollte, mit langen Bällen überspielt zu werden und Opfer von Aubameyangs Tempo zu werden. Gündogan bewegte sich in passiveren Münchener Defensivmomenten häufig in das offensive Zentrum hinein. Auch Dortmund tat sich wegen des hohen Spieltempos aber schwer, dauerhaft sauber zu kombinieren, wurde deshalb vorzugsweise über die Seiten gefährlich, wenn man sich in Klopp-Manier mit schnellen Vertikalpässen nach vorne tankte. Aubameyang wich beispielsweise des Öfteren in den offenen Flügelräum aus und sorgte so für die von Tuchel eigentlich ungeliebte long-line-Anspielstation. Die gelegentlichen Abstimmungsprobleme der Gäste-Sechser wussten die Hausherren nur gelegentlich für sich zu nutzen.

Gegen Ende der ersten Halbzeit rissen die Bayern die Spielkontrolle schließlich zunehmend an sich. Dortmund verteidigte tiefer und passiver, die eigenen Ballbesitzphasen wurden kürzer, Vidals Aufrücken erwischte den BVB ein ums andere Mal auf dem falschen Fuß.

In der zweiten Halbzeit sollte sich das Bild größtenteils fortsetzen, wobei die Bayern noch etwas stärker im Bewegungsspiel wurden, mehr Dynamik im vorderen Drittel entfachten. Dortmund befreite sich nun häufiger mit weiten Schlägen, was Alonso mit einem Zurückfallen in die Abwehr konterte. Später brachte Tuchel dann noch Ramos für Reus ins Rennen, der wohl seine Qualitäten in der Ballbehauptung einsetzen oder im Zentrum als Zielspieler zur Geltung kommen sollte. Auf bayerischer Seite war Ribery für Costa eingewechselt worden, was an der Systematik nichts veränderte. Dortmund offenbarte mit zunehmender Spieldauer immer mehr Schwächen im Pressing, die vermutlich fehlender Kraft geschuldet waren, weil es sich meist um zu spätes oder zaghaftes Nachsichern handelte und die Bayern so zu mehr Räumen kamen. Spätestens mit der Einwechslung von Benatia für Alonso schien aber klar, dass der Tabellenführer mit dem Unentschieden zufrieden war. Folgerichtig blieb es beim torlosen Remis in einem Spiel, das vor allem in der ersten Halbzeit 35 Minuten lang hochklassig und auf Augenhöhe war.

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