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Drmic da, Kruse weg, Raffael gesetzt - Sturm im Check [2]

Veröffentlicht in Taktikanalysen

Durch den Abgang von Max Kruse und dem Transfer des Schweizers Josip Drmic geht Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach mit einer veränderten Sturmkonstellation in die neue Saison. Toorschuss.de beschrieb bereits, weshalb Drmic potenziell zu den Fohlen passt. Doch welche Ausgangslage hat der 22-Jährige im Kampf um die begehrten Startplätze? Mit wem würde er harmonieren? Und: Reicht die Kaderqualität im Angriff bereits aus oder muss noch einmal nachgebessert werden? Hier geht´s zu Teil 1.

Als Stürmer Nummer drei dürfte sich aktuell wohl Branimir Hrgota einordnen, der allerdings nicht ganz zufrieden mit dieser Rolle scheint und mit einem Wechsel liebäugelt. Spielertypenbedingt wird der schwedische Youngster wohl ausschließlich als Backup von Josip Drmic fungieren, was die Chancen auf Einsatzzeiten kaum erhöht. Hrgota ist überaus abschlussstark, in dieser Disziplin womöglich sogar der stärkste Gladbacher. Allerdings liegt seine gute Torquote teilweise auch an seinem tororientierten Spielstil, wodurch er in Ballbesitz tendenziell schneller in Abschlusspositionen kommt als die weiträumiger agierenden Kruse und Raffael. Da auch Drmic zwar Kombinationen solide fördern und pendeln bzw. zurückfallen kann, aber weder die Kreativität und Technik von Kruse noch die Aufbauqualitäten eines Raffaels mitbringt, müsste Gladbach seinen Stil im Falle einer Doppelspitze Drmic/Hrgota deutlich anpassen. Durch ihre höhere Grundposition wären außerdem die Räume für die so wertvollen Diagonalläufe der Flügel blockiert.

Ähnlich sähe die Situation in Kombination mit Andre Hahn aus, wenngleich dieser wiederum andere Vorteile in Umschaltmomenten mitbringt und auch etwas tiefer spielen könnte als Hrgota. Der Ex-Augsburger kommt primär über seine Schnelligkeit, Durchschlagskraft und Dynamik. Grundsätzlich ist er in den Engen des Zentrums aufgrund seiner technischen Schwächen, geringen Pressingresistenz und fehlendem Kombinationsgeschick jedoch kaum gut aufgehoben. Das gesuchte Profil eines spiel- und passsicheren Akteurs verkörpert Youngster Marlon Ritter schon eher. Vor allem seine Ballan- und mitnahme ist sehr stark, ihm fehlt es aber insgesamt noch etwas an Reife und Robustheit. Er dürfte daher erst mittelfristig tatsächlich eine ernstzunehmende Option für den Profikader werden.

Da Mlapa ohnehin kaum mehr berücksichtigt wird, Stindl, der aufgrund seiner Spielintelligenz und Flexibilität potenziell noch am ehesten die komplexen Aufgaben des letztjährigen Stammsturms erfüllen könnte, vermutlich im Mittelfeldzentrum gebraucht wird, fehlt es Gladbach also an einem klaren Backup für eine weiträumige und kombinationsfokussierte Sturmposition. Quantitativ ist man im Angriff nicht herausragend, aber solide aufgestellt, doch nicht alle Duos würden harmonieren, sodass ein Neuzugang unabhängig von der Zukunft Hrgotas - der potenziell auch durch das aktuelle Personal ersetzt werden könnte - durchaus wichtig wäre, will man nicht komplett darauf vertrauen, dass Raffael nicht in ein Formloch fällt und verletzungsfrei bleibt. Stindl permanent zu verschieden wäre eine Möglichkeit, doch für die Stabilität des Gesamtkonstrukts kaum förderlich. Younes und Hazard wären theoretisch weitere Option, um die Mischposition im Angriff auszufüllen, beide dürften aber ebenfalls bevorzugt für die Flügelpositionen eingeplant - oder im Falle von Younes - sogar Verkaufskandidat sein.

 

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