{{#image}}
{{/image}}
{{text}} {{subtext}}


Eintracht-Offensive im Blick: Viel Potenzial & Flexibilität

Veröffentlicht in Taktikanalysen

Was hat Armin Veh mit der Eintracht vor? Die Rückkehr des einstigen Erfolgscoaches lässt einige Fragen offen - die Verpflichtung von Angreifer Luc Castaignos fügt dem noch weitere hinzu. Toorschuss.de hat sich die Frankfurter Offensivabteilung angesehen und mögliche Konstellationen überprüft.

Dass mit Sonny Kittel und Alexander Meier zwei flexible und hochwertige Offensivoptionen zu Saisonbeginn aus Verletzungsgründen nicht zur Verfügung stehen werden, könnte Armin Veh die Suche nach der richtigen Formation und Aufstellung ein wenig erleichtern. Dennoch wird insbesondere Meier in den Überlegungen des erfahrenen Fußball-Lehrers sicherlich eine gewichtige Rolle spielen. Denn der 32-Jährige wird im Falle der vollständigen Genesung vermutlich einer der wenigen Spieler sein, die gesetzt sind. Während Vehs erstem Engagement kam Meier bevorzugt als etwas tiefere Spitze zum Einsatz, die sich teilweise flexibel einband und nicht derart strafraumfixiert agierte wie unter Nachfolger Thomas Schaaf. Es könnte daher eine Schlüsselfrage sein, ob Veh Meier ausschließlich als Halbstürmer sieht, der um einen weiteren Angreifer herumkreist, kombiniert und die Bälle hält oder ob er ihn sich auch als klaren Mittelstürmer vorstellen kann. Sollte erstgenannter Fall zutreffen, spräche dies vor allem für ein 4-4-2 mit Stendera, Inui, Aigner, Kittel und Gerezgiher als Flügeloptionen. Quantitativ ist dies wohl ein Angebot, mit dem Veh leben könnte, doch hinter Kittel (verletzungsbedingt) und Gerezgiher (noch ohne Profierfahrung) stehen mittelgroße Fragezeichen. Hinzu kommt, dass Stendera zwar auf der Außenbahn eingesetzt werden kann, durch seinen eher schwachen Antritt aber vergleichsweise wenig Durchschlagskraft besitzt. Seine Technik, Pressingresistenz sowie seine strategisch interessanten Anlagen werden gewissermaßen nicht gut eingebunden. Stendera ist vor allem dann stark, wenn er in einer dynamischen Umgebung kombinieren und seine herausragende Spielübersicht einbinden kann. Auf der Außenbahn ist er in seinen Passmöglichkeiten eingeschränkt, im Zentrum oder gar auf einer Halbposition im Mittelfeld kommen seine Qualitäten potenziell hingegen voll und ganz zur Geltung.

Deshalb sollte auch ein 4-1-2-2-1/4-3-3 für Veh eine Option sein. Stendera könnte in halblinker Position zum Einsatz kommen, während Reinartz hinter ihm seine Lauf- und Defensivstärke nutzen könnte. Für den weiteren freien Platz im Mittelfeld käme insbesondere Hasebe infrage, der teilweise etwas unterschätzt wird, in seiner Spielanlage aber extrem vielseitig und anpassungsfähig ist. Im Angriffszentrum würden eben Meier, Castaignos, Seferovic und womöglich sogar Kadlec als Alternativen dienen. Die drei Letztgenannten wären außerdem auf dem Flügel denkbare Lösungen, wenngleich Castaignos und auch Seferovic dort nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren und die Position kaum als dribbelfokussierte Breitengeber interpretieren würden. Aigner könnte dies über die Seite hingegen deutlich eher, ist als Rechtsaußen wohl sogar perfekt aufgehoben. Auf der linken Seite hätte Inui Startelfchancen, wobei der situativ entscheidungsschwache Japaner oft eher halbraumnah spielt, was wohl kleinere Asymmetrien im System zur Folge hätte. Grundsätzlich wäre jedoch fraglich, ob Inui die Klasse besitzt, um über eine gesamte Saison als Stammspieler zu fungieren. Unter Veh hatte er zwar seine beste Spielzeit bei der Eintracht, doch trotz seiner herausragenden technischen Anlagen ist er offensiv und defensiv noch immer sehr inkonstant.

Ein weiterer Zugang für den linken Flügel würde das 4-3-3 vielleicht sogar zur Idealformation der Eintracht machen, wenn man Seferovic oder Castaignos diese Rolle nicht zutraut bzw. die Aufgaben der Position nicht an ihre Stärken anpassen kann oder möchte. Hier wäre insbesondere Veh gefragt, um ein passendes Offensiv- und Defensivkonzept zu entwickeln, in welchem die Spieler optimal integriert werden und sich zugleich wohlfühlen. Letztlich ist die Variabilität der Spieler gerade im Offensivbereich recht hoch, was diverse formative Möglichkeiten schafft. Wenn man diese ausnutzt, könnte die SGE vor einer - vielleicht sogar überraschend - erfolgreichen Saison stehen.

Zurück

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren