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Arda Turan und Barcelona - eine 50/50-Sache

Veröffentlicht in Taktikanalysen

Seit einigen Tagen kursieren Gerüchte um einen Wechsel des aktuell besten türkischstämmigen Spielers zum FC Barcelona durch die Welt des Internets. Die Rede ist von Arda Turan. Der Rojiblanco soll 35 Millionen Euro kosten und einen mehrjährigen Vertrag bei den Katalanen erhalten. Doch ist er tatsächlich ein Spieler, der in die Spielphilosophie des FC Barcelona passt?

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Arda Turan gerade in den letzten drei Jahren bei Atletico Madrid einen riesigen Entwicklungssprung gemacht hat. Der Grund dafür scheint klar: Er ist der perfekte 'Simeone-Spieler' - und hat es endlich geschafft, sich nicht auf seinen herausragenden offensiven Anlagen auszuruhen.

Fraglos: Schon bei Galataray Istanbul hatte Turan eine absolute Schlüsselrolle inne. Er war in der Süper Lig eine absolute Scorermaschine und unumstrittener Führungsspieler in seinem Team. 2009 vertraute man dem damals 22-Jährigen sogar die Kapitänsbinde an. Rein fußballerisch reihte sich Turan nahtlos in die Riege der talentierten, aber noch etwas unreifen und - trotz seiner guten Statistiken - unproduktiven Flügelspieler ein. Er war sehr stark auf Dribblings fokussiert, nutzte seine technischen Möglichkeiten, seine Bewegungsstärke und seine Kreativität für eins-gegen-eins- oder sogar eins-gegen-zwei- oder -drei-Duelle in sämtlichen Räumen. Gewissermaßen war dies auch ein Zeichen seines enormen Selbstbewusstseins: Turan schreckte schon in jungen Jahren nicht davor zurück, immer wieder individuell durchzubrechen - teilweise auch zum Unmut seiner Mitspieler. Spiele mit Turans Beteilung waren stets spektakulär und von hoher Genialität geprägt. Und doch fehlte ihm der letzte Schritt in die internationale Klasse, oft die konstante Präsenz und die absolute Bindung an das Spiel. Zeitweise wurde ihm in Istanbul gar Faulheit vorgeworfen, wodurch das Bestreben Turans nach einem Wechsel ins Ausland größer wurde.

2011 zog es ihn schließlich zu Atletico Madrid und Diego Simeone, der ein halbes Jahr nach Turans Ankunft das Traineramt bei den Spaniern übernahm. Der größte Unterschied im Vergleich zu seiner taktischen Einbindung in der Türkei war, dass er fortan nicht mehr von der Defensivarbeit befreit bzw. konstanter in diese eingebunden wurde. Meist schob er mit nach vorn und presste überaus aktiv. Von Zeit zu Zeit agierte Turan dann im Ballbesitzspiel mehr und mehr halbraumorientiert, teilweise sogar im Wechsel mit einer breiteren Rolle. Gerade im Umschaltspiel war sein Wert enorm hoch. Während seine Partner situativ im Passspiel sehr kleinräumig agierten, brachte Arda eine hohe Vertikalität und Dynamik in der Weiterleitung des Balles ein. Er lebte im Dribbling von vielen tororientierten diagonalen Läufen oder zielstrebigen Bewegungen bis auf die Grundlinie. Teil zwei folgt.

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