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Michael Frontzeck: Verbindungen, bitte!

Veröffentlicht in Taktikanalysen

Ohne Zweifel: Michael Frontzeck muss etwas verändern. Denn trotz der Erfolge gegen Wolfsburg (1:1) und Bremen (1:0) fehlt Hannover 96 noch immer ein vernünftiges Aufbaukonzept. Aber wie könnte dieses aussehen?

hanni96

Mit Torwart Ron-Robert Zieler, Miiko Albornoz, Manuel Schmiedebach, Hiroshi Kiyotake, Kenan Karaman sowie mit Abstrichen Salif Sané und André Hoffmann hat 96 eine Achse, die eigentlich prädestiniert ist, um das Spiel ruhig aufzubauen. Im Falle Hoffmann bliebe sicherlich abzuwarten, welchen Fitnessstand und welche Form er nach seiner langen Verletzung hat - schließlich spielt er unter Frontzeck bisher keine Rolle.

Grundsätzlich wäre es verschwendetes Potenzial, Zieler nicht intensiver und vor allem gezielter ins Aufbauspiel einzubinden. In der Liga gibt es wenig Torhüter die so spielstark sind wie der Weltmeister. Entsprechend könnte er bei tiefem Ballbesitz je nach gegnerischer Pressinghöhe ca. 20-25 Meter vorrücken und mit den beiden breiten Innenverteidigern eine Dreieraufbaukette bilden. In dem Fall bestünde gegen einen Großteil der Pressingsysteme schon einmal Überzahl in erster Linie - die Grundlage für einen ruhigen, flachen Aufbau wäre damit gelegt.

Es wären massig Verbindungspunkte in alle Richtungen und ideale Spielfortsetzungsmöglichkeiten gegeben. Theoretisch hätte Zieler gleich vier diagonale und eine vertikale Passoption, die wiederum in Dreiecken münden. In der beispielhaften Darstellung rücken die Außenverteidiger Sorg und Albornoz in die Halbräume ein, während Sechser Schmiedebach nach Außen pendelt, Kiyotake zureichweicht und Andreasen nach vorne stößt.

fronniHoffmann und Sané könnten situativ leicht in ihrer Position variieren und damit die Passwinkel anpassen. Wird Zieler im Ballbesitz beispielsweise vom linken Stürmer bogenartig angelaufen, könnte Sané einige Meter zurückfallen und sich damit wieder diagonal anspielbar machen. Wichtig wäre in dem Fall, dass der Senegalese sich feldoffen bewegt, um das Spiel sofort offensiv fortsetzen zu können, nicht zum Pressingopfer zu werden und dem Gegner ein weiteres Vorschieben zu erschweren.

Alternativ könnten die Innenverteidiger auch die Halbräume besetzen. Dann aber müssten die Außenverteidiger und die vorderen Spieler ebenfalls ihre Position anpassen, um die Dreiecksbildung aufrechtzuerhalten. Die Spitzen könnten sich ebenfalls in Richtung Halbraum orientieren, um für Zuordnungsprobleme zu sorgen und ein Herausrücken der Außenverteidiger zu verhindern. Aus dieser Grundordnung heraus gäbe es zahlreiche Möglichkeiten, um zu überladen, Seitenwechsel einzuleiten oder schlichtweg zu kombinieren. In erster Linie bestünde bei einer gegnerischen 4-4-2-Grundordnung wie angesprochen Überzahl, die eingerückten Außenverteidiger unterstützen und stabilisieren zusätzlich und auch Kiyotake könnte sich vereinzelt in den Sechserraum fallen lassen. Dann könnten sich die Außenverteidiger sogar noch etwas höher positionieren, um im Vergleich zum Japaner etwas mehr Tiefe zu geben, zwischen die Linien zu kommen.

Was dieser kurze und oberflächliche Anriss zeigt: Die Struktur und die Bewegungen innerhalb dieser sind der zentrale Baustein, um einen passablen Aufbau möglich zu machen. Sie müsste noch nicht einmal genau so aussehen wie beschrieben - die Möglichkeiten sind unheimlich vielfältig. Entscheidend ist, vernünftige Abstände zueinenander und entsprechend zusammenhängende Situationen zu erzeugen. Dies gepaart mit dem individuellen Potenzial, das Hannover zweifelsfrei hat, verspräche eine positive Zukunft.

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