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Useranalyse: Fabian Lustenberger (Hertha BSC)

Veröffentlicht in Taktikanalysen

Die User im Toorschuss.de-Forum diskutieren fleißig über Taktik-Themen und schreiben ihre Analysen über Trainer, Spiele und Spieler. Hertha-Fan "abjindl" hat Fabian Lustenberger unter die Lupe genommen und sein Aufbauverhalten analysiert. Hier ein Auszug aus der Analyse.

 

lustenberger[...]

Dadurch, dass er ein Rechtsfuß ist, der, zumindest wirkt es so, um jeden Preis auch den rechten Fuß benutzen will, schafft er sich eher mehr Optionen, als dass er sich welche nimmt. Da ein falschfüßiger Innenverteidiger in aufgedrehter Stellung mit seinem starken Fuß fast nur den Außenverteidiger anspielen kann, macht Lustenberger es genau richtig eben nicht gerade nach vorne zu gucken, sondern stattdessen eine diagonale Haltung einzunehmen.

[Bild nur im Forum sichtbar]

Guckt man sich die dadurch möglichen Passwinkel an, erhält er vollkommen Recht. Auch der Pass auf den Außenverteidiger ist noch locker möglich. Für den Pass in den Sechserraum hat er sogar einen marginal besseren Winkel als ein Linksfuß, welcher wiederum besser Vertikalpässe schlagen kann. Dass er diesen Pass dennoch spielen kann, bewies er vor allem gegen Köln.

[Bild nur im Forum sichtbar]

Als Gegenbeispiel zu Lustenberger bringe ich jetzt mal Mats Hummels ins Spiel. Der Dortmunder spielt seit Jahren schon als linker Innenverteidiger, allerdings macht er, soweit ich das beurteilen kann, deutlich häufiger den Fehler, sich selbst durch vollständiges Aufdrehen zu isolieren. In solchen Situationen spielt er oft einen Außenristpass, der zwar cool anzusehen, aber letztlich oft kaum kontrollierbar ist. Natürlich hat er auch schon einige wirklich geniale Zuspiele eingestreut, die meisten sind aber eher semigenial.

[...]

An dieser Stelle muss zwischen verschiedenen Spielertypen unterschieden werden. Akteure wie Langkamp oder auch Stark sind von ihrer Anlage her noch ein bisschen vertikaler als Herthas Kapitän. Sie spielen den Ball vielleicht auch in den Zwischenlinienraum, wenn die Situation dafür nicht so gut ist. Das gefällt einem im ersten Augenblick wahrscheinlich noch mehr als ein paar Querpässe von Lustenberger, man sollte aber nicht sagen, die erste Option sei tatsächlich besser. Sobald es passt, spielt auch der Schweizer den Ball durch die Schnittstelle, aber er zieht die Sicherung der Zirkulation dem Risiko vor. Außerdem überwindet er gegnerische Linien im Zweifel eher unauffällig. Das ist aber mindestens gleichwertig einzuordnen, bestätigt aber den Gedanken, dass Lustenberger ein Spieler für den zweiten und nicht für den ersten Blick ist. Seine Entscheidungsfindung im Passspiel ist aber aus strategischer Sicht sehr sauber, was noch wertvoller als ein paar Vertikalpässe sein kann.

An dieser Stelle muss auch gesagt werden, dass der 27-jährige in den beiden genannten Aspekten in dieser Saison durchaus einige Fortschritte machen konnte. Schlüsselspiel war wohl das Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Köln, bei dem er diese Entwicklung schon in Kurzform durchmachte.

Im Spiel gegen den BVB ließ sich Dardai etwas Besonderes einfallen: Hertha spielte die meiste Zeit lang mit einer Fünferkette, in Ballbesitz verwandelte sich diese in eine Art 4-1-4-1. Lustenberger fiel dabei eine Schlüsselrolle zu, da er bei Ballbesitz aus der Abwehrkette herausrückte und den alleinigen Sechser gab. [...]

Die vollständige Analyse mit reichlich Bildmaterial und Zusatzinfos findet ihr hier: Klick.

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