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Hazard und Darida: Ihre Rollen im Taktik-Check

Veröffentlicht in Top-News

Während in der Bundesliga der Ball ruht, werfen wir einen Blick auf zwei heiße Personalien der letzten Wochen: Gladbachs Thorgan Hazard und Herthas Schlüsselspieler Vladimir Darida. Eine Ausführung zu ihren Rollen.

Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach)

Thorgan Hazard ist wohl einer der Spieler im Fohlen-Kader, der aktuell am meisten von der endlos langen Verletztenliste profitiert. Denn der Belgier hat sich den begehrten Platz im rechten Mittelfeld nach dem kurzen Schubert-Experiment mit Neuner Josip Drmic auf dem Flügel gesichert.

Vor wenigen Wochen hatte Schubert noch betont, Hazard eher als Alternative für die Stürmerposition zu sehen. Vielleicht auch deshalb hat er die Rolle des Youngsters gegen Darmstadt nicht ganz so flügellastig ausgelegt. Beim Hinrundenfinale fokussierte Gladbach klar die linke Außenbahn, überlud sie mit dem ballnahen Außenverteidiger und offensiven Flügelspieler, einem Neuner und Sechser Nordtveit. Hazard diente auf der gegenüberliegenden Seite als Spieler für die letzten Aktionen, sollte entsprechend - ähnlich wie Korb und der zweite Stürmer - nach Verlagerungen eingesetzt werden. Oft tummelte sich der 22-Jährige im rechten Halbraum, während Korb ein wenig mehr Breite gab. Wenn beide Neuner dann auf links herüberzogen, trieb es Hazard in den Zehnerraum, um die Verbindungen ins Zentrum aufrechtzuerhalten.

Nach der roten Karte für Xhaka passte Schubert die Hazard-Rolle an. Der Ex-Chelsea-Profi spielte nicht mehr ballfern sondern unterstützte fortan die Überladungen auf dem linken Flügel. Dadurch sollte die hohe Präsenz in der fokussierten Zone erhalten bleiben, obwohl Nordtveit sich nicht mehr auf links einschaltete, sondern konsequent zwischen die Innenverteidiger abkippte. Schubert hatte sich von Hazard hier unter Umständen wohl sogar eine Qualitätssteigerung in den Engen erhofft. Schließlich besticht der Bruder des Weltklasse-Linksaußen Eden Hazard nicht nur durch reichlich Tempo mit und ohne Ball, sondern auch durch eine gewisse räumliche Flexibilität und eine saubere Technik unter Druck. Dass Hazard im zweiten Durchgang offensiv präsenter wirkte als in den ersten 45 Minuten lag vor allem an seiner veränderten Rolle.

Vladimir Darida (Hertha BSC)

Vladimir Darida ist momentan wohl eine der heißesten Aktien im Haifischbecken Bundesliga. Der Tscheche hat sich nach dem Abstieg mit dem SC Freiburg, wo er im vergangenen Jahr nicht einmal unumstrittener Stammspieler war, in Berlin schnell zu einem Leistungsträger gemausert. Bemerkenswert ist insbesondere, dass er sich immer wieder problemlos an neue Aufgaben zu gewöhnen wusste. Davon gab es in der Hinrunde schließlich gleich mehrere.

Zu Beginn der Saison spielte Darida meist als Partner von Per Skjelbred auf der Doppelsechs und war damit hauptverantwortlich für den Spielaufbau. Vor allem ragte das Duo wegen seines beeindruckenden Freilaufverhaltens und Spielverständnisses heraus. Darida und Skjelbred schafften es immer wieder, sich aus dem Deckungsschatten des Gegners zu lösen, saubere Dreiecke zu bilden und ihre Bewegungen aufeinander abzustimmen. Teilweise rückten beide sogar bewusst auf dieselbe Seite hinaus, um dort ausreichend Passmöglichkeiten herzustellen, wobei Darida im Vergleich zu seinem Partner meist den etwas höheren Part übernahm.

Gegen Mitte der Hinserie stellte Pal Dardai seinen Neuzugang schließlich vermehrt als nominellen Zehner auf und übertrug ihm hin und wieder sogar eine sehr hohe Rolle. Dadurch wollte er die Qualitäten Daridas in Tornähe wohl noch mehr fokussieren, ihn vermehrt in die abschlussrelevanten Bereiche bringen. Allerdings litt darunter bisweilen die Stabilität des Spielaufbaus, sodass sich Dardai letztlich auf einen Kompromiss einließ: Darida bekam zwar weiterhin Einsätze auf der Zehn, interpretierte sie aber wesentlich variabler. Der 25-Jährige wurde zunehmend zum ominpräsenten Verbindungsgeber, wich mal auf den Flügel aus, mal in Richtung Achter- oder Sechserraum zurück, um dort Skjelbred und Lustenberger zu entlasten. Oft fiel Darida sogar hinter die eigentlichen Sechser, während diese sich dann davor in den Halbräumen staffelten. Häufiger übernahm er allerdings auch selbst eine der beiden Halbpositionen im Spielaufbau, sodass sich ein Sechser dann vor der Abwehr bewegen konnte und der jeweils andere etwas höher nach halblinks oder -rechts schob. Aktuell ist Darida Lauf- und Passmaschine sowie Ballbesitzstabilisator und Torschütze in einer Person und damit aus dem Dardai-System nicht mehr wegzudenken.

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