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Escher: "Taktik entscheidet nicht immer das Spiel"

Veröffentlicht in Top-News

Tobias Escher, Taktik-Experte von Spielverlagerung.de, hat sich im Interview mit 120Minuten.net u.a. zur Wichtigkeit der Taktik im Fußball geäußert.

Tobias Escher über...

...Zufall und Plan im Fußball:

Ob Sane am vergangenen Wochenende nun mehrmals vom rechten Flügel in den Strafraum gesprintet ist, weil Breitenreiter ihm das gesagt hat oder weil er selber das geplant hatte oder weil auf seiner Seite ein Hornissennest war und er davon weglief, kann ich nicht erklären. Ich kann nur sagen: Sane lief in die Schnittstelle, die Gegenspieler kamen nicht hinterher, Meyer bediente ihn, Sane war durch diesen Laufweg an zwei Toren beteiligt. Daher kann ich auch keine Prozentzahl sagen, wie viel geplant und wie viel Zufall ist – es wäre Kaffeesatzleserei. Fakt ist: Jede Aktion provoziert eine Reaktion, und darum dreht es sich bei einer Taktikanalyse.

...die Relevanz von Taktik:

Es gibt Partien, in denen Taktik eine wichtigere Rolle spielt, und es gibt Partien, in denen Taktik eine unwichtige Rolle spielt. Gerade bei Partien aus der Vergangenheit gab es häufig den Fall, dass ein Team nach 60, 70 Minuten offensichtlich körperlich am Ende war. Das hatte natürlich wiederum taktische Folgen, aber niemand würde behaupten, die Taktik habe das Spiel entschieden. Es geht eher in die andere Richtung: Es gibt Partien, die sind so komplex, da hat man Probleme, mitzuhalten.

...Grundordnungen:

Einzelfallmanagement ist ein schönes Wort. Die Grundformation ist in der Tat nur ein Richtwert. Letztlich kommt es darauf an, wie dieser Richtwert interpretiert wird.

...die taktische Entwicklung des Fußballs:

Der Fußball in der Vergangenheit war nicht so unkomplex, wie er manchmal dargestellt wird. Die Trainer haben sich schon in den 50ern und 60ern viele Gedanken gemacht, welche Spieler sie aufstellen und welche Formationen sie wählen. Mit den steigenden athletischen und auch finanziellen Möglichkeiten vervielfacht sich aber auch die Möglichkeit für die Trainer, ihr Team zu beeinflussen. Man kann heute, dank mehr Trainingseinheiten und besserer Leistungsdiagnose, viel stärker ins Detail gehen, als es früher der Fall war.

Zum gesamten Interview: Klick.

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