Stöger: Können Fünferkette offensiv interpretieren

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Köln-Coach Peter Stöger hat sich vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Ingolstadt zu taktischen Fragen geäußert.

 

Peter Stöger über...

...die Leistung beim 0:1 gegen Hertha:

In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, wir haben kaum nach vorne verteidigt und hatten deshalb wenig Balleroberungen. Hertha ist mittlerweile so gut, dass sie auf Lücken warten kann, kein unnötiges Risiko im Passspiel eingeht. Wenn du sie also nicht unter Druck setzt, wird es Einbahnstraßenfußball. In unseren wenigen Angriffen waren wir etwas fahrig im Passspiel. In der zweiten Halbzeit sind wir dann besser in die Zweikämpfe gekommen, wir haben mutiger verteidigt, mussten aber natürlich auch das Spiel machen, nachdem wir in Rückstand geraten sind. Das ist gegen eine Mannschaft wie Hertha nicht einfach. Wir haben die Räume nicht in allen Situationen perfekt besetzt, aber hatten trotzdem viele gute Torchancen. Mit etwas Glück geht das Spiel anders aus. Ein Punkt wäre verdient gewesen.

...den kommenden Gegner:

Ingolstadt versucht Pressing zu spielen, früh und hoch zu stören. Starke Standards. Sie spielen eine überragende Saison. Es wird alles andere als einfach. Ich erwarte ein sehr laufintensives Spiel. Ihr Pressing ist unangenehm, aber wenn man in der Lage ist, ein gutes Passspiel zu haben, kann man das Pressing ausspielen. Wichtig ist, dass wir die zweiten Bälle verteidigen.

...die Zielsetzung:

Wir haben immer gesagt, dass wir nicht von Europa träumen müssen. Ich verstehe die Fans, die das tun. aber ich habe den Eindruck, dass uns in engen Spielen manchmal noch der letzte Schritt fehlt, um zu gewinnen. Das war nicht nur gegen die Hertha so, sondern auch schon in der Hinrunde gegen Ingolstadt. Aber es ist ein normaler Prozess, wir ordnen das realistisch ein. Ich bin zufrieden mit der Entwicklung, erwarte keinen Sprung von 0 auf 100. [...] Wichtig ist, jede Woche unsere Leistung abzurufen. Es ändert sich an unserer Idee und Zielsetzung nichts.

...die Systemfrage:

Wir können Fünfer- und Viererkette spielen, das entscheidet nicht darüber, ob es ein gutes oder ein schlechtes Spiel wird. Ich finde es viel wichtiger, wie wir unser System spielen. Man hat es bei Hoffenheim doch gesehen, dass auch eine Fünferkette mutig und offensiv interpretiert werden kann. In der Hinrunde haben wir es gegen Dortmund selbst gezeigt.

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