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Eintracht Frankfurt vs. FC Ingolstadt

Veröffentlicht in Top-News

Wer vor der Saison gemutmaßt hätte, dass Ingolstadt nach 24 Spieltagen im gesicherten Tabellenmittelfeld rangiert und Frankfurt gleichzeitig tief im Abstiegssumpf steckt, wäre wohl für verrückt erklärt worden. Doch nun ist es Realität: Während die Schanzer mit 31 Zählern in der oberen Hälfte stehen, ist die Eintracht am vergangenen Spieltag sogar bis auf den Relegationsplatz abgerutscht. Der Druck liegt vor dem direkten Aufeinandertreffen also ohne Zweifel bei den Hessen.

Armin Veh ließ seine Mannschaft zuletzt häufig in einem 4-4-2 pressen, wobei die Spitzen die gegnerischen Verteidiger anliefen und das Mittelfeld sich weit zurückfallen ließ. Nicht unwahrscheinlich, dass das Defensivkonzept Frankfurts gegen Ingolstadt ähnlich aussehen wird. Schließlich wird der Aufsteiger den Zwischenraum zwischen Mittelfeld und Sturm kaum gezielt bespielen, sondern gleich auf lange Bälle setzen. Durch die pressenden Stürmer könnte die Eintracht den FCI idealerweise an der gezielten Vorbereitung eben dieser hindern. Was unter Umständen für die Veh-Elf spricht: Ingolstadt setzt im flachen Offensivspiel meist auf Flügelangriffe, was durchaus auch zum Erfolg führen könnte. Allerdings werden die Oberbayern kaum in der Lage sein, Frankfurts typische Inkompaktheiten im Zentrum aufzudecken. Wichtig wird aus Sicht des Abstiegskandidaten, passende Mittel gegen Ingolstadts Offensivüberladungen zu finden, die nicht nur schnelle Kombinationen ermöglichen, sondern oft auch Staffelungsvorteile im Kampf um den zweiten Ball. Wer die letzten Auftritte der SGE betrachtet, dürfte durchaus davon ausgehen, dass Ingolstadt auf diese Weise zu der einen oder anderen Torchance gelangen wird. Zumal die Endverteidigung individuell auf ordentlichem Niveau sein mag, aber ebenfalls mit gruppentaktischen Schwächen zu kämpfen hat. Ohne nennenswerten Abschluss wird die Hasenhüttl-Truppe also eher nicht aus dem Spiel gehen - ob sie dann vor dem Tor aber auch die notwendige Effizienz an den Tag legen wird?

Nicht weniger interessant sollte die Frage nach Frankfurts Aufbauspiel werden. Dass die Mannschaft Ingolstadts Angriffspressing spielerisch ausmanövrieren kann, darf eher bezweifelt werden. Dafür scheinen die Strukturen nicht ausgereift genug. Die SGE nutzt noch immer viel Improvisation und hofft auf die individuelle Klasse von Stendera, Fabian & Co. Vorstellbar, dass diese zu der einen oder anderen guten Engenauflösung führt. Dass dies genügend wird, um der Ingolstädter Defensivarbeit konstant zu trotzen, scheint aber fast ausgeschlossen. Anders als die Möglichkeit, dass Veh mit Seferovic bewusst einen Zielspieler ins Rennen schicken wird. Der Schweizer könnten sich immer wieder in die Halbräume neben FCI-Sechser Roger fallen lassen, wo die Schanzer für gewöhnlich nicht besonders starken Zugriff entwickeln. Die Achter orientieren sich schließlich früh und aggressiv nach vorne, kommen im Falle eines langen Schlages entsprechend nicht schnell genug in ihre Position zurück. Das hat zur Folge, dass Roger vor der Abwehr auf sich allein gestellt ist - oder ein Verteidiger kurzzeitig herausrücken muss. Der Ausfall von Alex Meier wird Frankfurt allerdings wohl gerade gegen Ingolstadt extrem weh tun.

Fazit

Viel spricht für ein Duell mit vielen langen Bällen. Zum einen, weil der Ingolstädter Spielstil genau darauf ausgelegt ist. Zum anderen, weil Frankfurt wohl eher keine spielerischen Lösungen gegen das Pressing der Schanzer finden wird. Am Ende wird entscheidend, wie die Eintracht sich defensiv gegen die ungewohnte Spielweise des Aufsteigers absichert - und ob offensiv sinnvolle Folgestaffelung nach den wahrscheinlichen langen Schlägen erzeugt werden. Zumindest Letzteres scheint völlig offen. Bisher war Veh nicht dafür bekannt, offensiv eine bis ins kleinste Detail durchdachte Struktur zu erarbeiten. Vielmehr setzte er auf Freiheiten, Improvisation und Intuition, was nicht selten in wenig zusammenhängenden Staffelungen mündete. Tipp: 0:2.

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